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Getreide

Z-Saatgut mit niedrigerer Qualität zugelassen

von , am
03.09.2010

Aufgrund der Wetterkapriolen in diesem Jahr wird auch das zertifizierte Saatgut knapp. Das gilt besonders für Winterweizen. Deshalb kann über eine Sondergenehmigung jetzt auch Weizen der niedrigeren Kategorie Z 2 zugelassen werden.

© Mühlhausen/landpixel

Landwirte erkennen die niedrigere Qualität an einem roten Aufkleber. Bei Z 2-Saatgut ist die Keimfähigkeit vom üblichen Grenzwert >92 Prozent herabgestuft auf 85 Prozent. Zudem wäre bei Z 2-Saatgut ein höherer Fremdbesatz zulässig: zehn statt sechs Körnern pro 500 Gramm Probe.

Züchter wollen Fremdbesatz auf Z 1-Niveau halten

Die Züchter sichern im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung aber zu, den Fremdbesatz auf dem hohen Z 1-Niveau zu halten, heißt es beim Bundesverband der Pflanzenzüchter (BDP). Die Z 2-Säcke werden mit einem roten Aufkleber versehen, so dass der Landwirt erkennen kann, welcher Qualitätsstufe das Saatgut angehört.

Qualitäts- und Mengenprobleme in ganz Europa

{BILD:128130:jpg}Inwieweit sich die Preise für Z 1 und Z 2 unterscheiden, ist noch nicht entschieden. Die Züchter werden ihre Z-Lizenzen und damit die Nachbaugebühren nicht nach unten korrigieren. Qualitäts- und Mengenprobleme zeigen sich unterdessen in ganz Europa, vor allem in den nördlichen Ländern. In Dänemark wurde ein Antrag auf 100.000 Tonnen Winterweizen mit einer Keimfähigkeit von 65 Prozent gestellt. (ks/dlz agrarmagazin)

 

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