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Aus der Wirtschaft

Getreidepreise drücken Rohstoffindex ins Plus

© Mühlhausen/landpixel
von , am
29.03.2014

Bonn - Der AMI Rohstoff-Index hat sich wieder ins Plus gedreht. Ein Grund sind höhere Erzeugerpreise bei Getreide und Raps. Gleichzeitig brummtd der deutsche Export - insbesondere beim Weizen.

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Im März dürfte der Index der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe um 1 Prozent auf 142,0 Punkte zugelegt haben, vor allem aufgrund höherer Erzeugerpreise für Getreide und Raps. Auch Schlachtschweine und -kühe tendierten im März preislich etwas fester.
 
Die Getreidemärkte werden von der Verunsicherung über die weitere Lieferfähigkeit der Schwarzmeerregion getrieben. Die Inlandsnachfrage nach Brot- und Futtergetreide lebt auf, da sich Verarbeiter der Mengen aus der Ukraine in den nächsten Monaten nicht mehr sicher sein können.

Sprunghafter Anstieg beim Raps

Deutschland hat bis Mitte März rund 8,6 Millionen Tonnen Weizen in Drittländer exportiert, das sind 3,1 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Die Futtergetreidepreise legten um 3 Prozent, Weizen sogar um 4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Einen sprunghaften Anstieg verzeichnet Raps. Die aktuell weltweit knappe Versorgungslage für Ölsaaten ließ die Preise im März um 7 Prozent steigen.

Milchpreise auf Vorjahresniveau

Die Milchpreise sind mit mehr als 40 Cent je Kilo ins neue Jahr gestartet. Im 1. Quartal kam es nur zu leichten Korrekturen und auch in den kommenden Monaten dürften die Milchpreise weiterhin über dem Vorjahresniveau liegen. Jahreszeittypisch stehen Jungbullen anhaltend unter Preisdruck, die Nachfrage der Schlachtereien ist relativ ruhig.
 
Auch im April ist von leichten Preisschwächen auszugehen. Die Sperrung Russlands für europäisches Schweinefleisch führte zuletzt zu Preisdruck am deutschen Schlachtschweinemarkt. Inzwischen hat sich die Nachfrage aber wieder belebt, so dass in den kommenden Wochen festere Preise zu erwarten.

Marktreport: Erzeugerpreise deutlich unter dem Vorjahr

 
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