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Grünland

Ackerstatus statt Dauergrünland

von , am
13.05.2015

Für den Deutschen Bauernverband ist die Definition und Auslegung des Dauergrünlandbegriffes nach wie vor problematisch. Der DBV fordert klare Aussagen von der EU.

Die Definition und die Auslegungen des Dauergrünlandbegriffs ist für den DBV nicht eindeutig. © Mühlhausen/landpixel
Die Aussagen des EU-Kommissares Phil Hogan beim Agrarrat zum Thema Dauergrünland reichen dem Deutschen Bauernverband nicht aus. Das Präsidium des DBV verabschiedete am 12. Mai eine Erklärung zur aktuellen Dauergrünlandproblematik und fordert kurzfristige Änderungen der Definition und der Auslegungen des Dauergrünlandbegriffs auf europäischer Ebene.


Ackerstatus für freiwillige Umwelt-, Natur- oder Gewässerschutzmaßnahmen

Der DBV fordert in seiner Erklärung, den Wechsel des Anbaus von Grünfutterpflanzen und auch eine Brache als Fruchtfolgebestandteil eines landwirtschaftlichen Betriebes zu werten und nicht der Dauergrünland-Definition zu unterwerfen. Darüber hinaus ist dringend eine generelle Aussage der EU-Kommission erforderlich, dass die Definition des Dauergrünlands nicht die brachliegenden Flächen erfasst. Der Bauernverband fordert ferner eine Klarstellung der EU-Kommission, dass auch solche Flächen den Ackerstatus behalten, die im Rahmen freiwilliger Umwelt-, Natur- oder Gewässerschutzmaßnahmen vorübergehend als Dauergrünland deklariert werden. Die Zusage, dass EU-geförderte Agrarumweltmaßnahmen den Ackerstatus behalten, sei nicht ausreichend, so der DBV.

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