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Grünlandpflege

Ampferbekämpfung im Grünland: Spätsommer eignet sich besonders

© agrarfoto.com
von am
05.09.2017

Die Trockenheit im Frühjahr begünstigte den Ampfer besonders stark. Der Spätsommer bietet nun beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bekämpfung.

Aufgrund der Trockenheit im Frühjahr konnte die Grasnarbe nach dem ersten Schnitt oft nicht schnell genug geschlossen werden. Das begünstigte vor allem lichtkeimende Unkräuter wie den Ampfer.

Schon bei einer Ampferpflanze pro Quadratmeter gehen Schmackhaftigkeit und Energieleistung des Erntegutes zurück. Um eine weitere Ausbreitung und Qualitätsverluste beim Futter zu verhindern, sollte schon bei einem geringen Befall eine Behandlung durchgeführt werden.

Spätsommer ist der beste Behandlungstermin

Für eine Behandlung sollte der Ampfer etwa 20 cm groß sein und 10 bis 20 Prozent der Blütenstände zeigen. In der Praxis ist der Spätsommer der beste Termin für eine Behandlung. Der Ampfer ist dann durch mehrere Nutzungen geschwächt und verlagert Nährstoffe sowie auch die Wirkstoffe verstärkt in die Wurzeln. Wüchsiges Wetter begünstigt den Wirkbeginn und verbessert die Wirkungsdauer.

Nach Mitte Oktober ist mit einem starken Wirkungsabfall zurechnen. Durch die immer kürzer werdenden Tage lagert der Ampfer dann nicht mehr genügend Wirkstoffe in die Wurzel ein.

Neben dem Spätsommer eignet sich auch das Frühjahr auf Grund seiner meist günstigen Wachstumsbedingungen zur Ampferbekämpfung.

Geeignete Pflanzenschutzmittel:

Harmony SX

  • schont Klee, aber auch Löwenzahn
  • Wartezeit: 14 Tage
  • Aufwandmenge: 45 g/ha

Ranger:

  • bekämpft Ampfer, Löwenzahn, Brennnessel, Vogelmiere und Bärenklau
  • Wartezeit: 14 Tage
  • Aufwandmenge: 2,0 l/ha

Simplex:

  • aktuell bestes Ampfermittel
  • erfasst neben Ampfer viele weitere zweikeimblättrige Unkräuter
  • Wartezeit: 7 Tage
  • Aufwandmenge: 2,0 l/ha
  • Hinweis: spezifische Anwendungsauflagen und Hinweise beachten
Mit Material von ISIP

Grünlandpflegetechnik im Test

Die Redakteure von AGRARTECHNIK veröffentlichten die Ergebnisse eines Grünlandstriegel- und Wiesenwalzetestes, den sie durchgeführt haben. © Tammo Gläser
Bei der Pflegearbeit setzten sie das Gerät Saphir GS802 auf rund 60 Hektar Grünland ein. © Tammo Gläser
... so sah der Boden nach dem Einsatz aus. © Tammo Gläser
Für den Grünlandtest verwendeten die Agrartechnik-Redakteure eine acht Meter breite Maschine, die mit einem APV-Nachsaatgerät ausgerüstet war. © Tammo Gläser
Der Agrartechnik-Redakteur stellt die Bodenbearbeitungmaschine ein. © Tammo Gläser
Das Striegelfeld umfasst 98 Zinken mit einem Strichabstand von acht Zentimeter. © Tammo Gläser
Im Arbeitseinsatz bringt es die Walze gefüllt mit Wasser auf stolze 5,4 Tonnen Einsatzgewicht. © Tammo Gläser
Die Saphir Robust 275FG - Wiesenwalze im Einsatz. © Tammo Gläser
Auch die Arbeit in den Hanglagen ist mit Saphir möglich. © Tammo Gläser
Die Saphir Wiesenwalze verfügt über ein Fahrgestell mit 2-Kreis-Druckluftbremse. © Tammo Gläser
Eine Abstellstütze ist in der Deichsel versteckt und in einem Lochraster höhenverstellbar. © Tammo Gläser
... und nochmal prüft der Agrartechnik-Redakteur, ob die Anschlüsse stimmen. © Tammo Gläser
Seit 2013 ist das Unternehmen Saphir zuständig für den Vertrieb der Grünlandernte- und Mammut Pflegetechnik des polnischen Herstellers Samasz. © Tammo Gläser
Das Schlegelmulchen gehört zu den Wiesenpflegearbeiten. © Tammo Gläser
Nur für Grünlandarbeiten werden sicherlich wenige Kunden ihre Mulcher verwenden. © Tammo Gläser
Grabenpflege, Sonderkulturen, Garten- und Landschaftsbau oder Maisstoppelmulchen - Arbeit gibt es genug für die Maschinen. © Tammo Gläser
Die Maschine hat 36 Hammerschlegeln der Kategorie VI. © Tammo Gläser
© Tammo Gläser
Das Arbeitsbild des Mulchers entsprach den Vorstellungen der Agrartechnik-Redakteure. © Tammo Gläser
Der Umbau von Front- auf Heckbetrieb geht fix. © Tammo Gläser
© Tammo Gläser
Mehr zu diesem Maschinentest der Grünlandpflegetechnik lesen Sie in der AGRARTECHNIK, Ausgabe Februar 2015. © Tammo Gläser
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