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Checkliste für sauberes Futter: 3 Tipps, um Güllewürste zu vermeiden

gruenland-schleppschuh
am Mittwoch, 02.06.2021 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Ausgetrocknete Güllewürste verschmutzen das Futter. Darum sind fließfähige Güllegaben und Gärreste wichtig. Nur so kommt der Flüssigdünger in den Boden. Wir sagen, was nach dem Grasschnitt bei organischer Düngung zählt.

Warme oder heiße, trockene Tage sind zum Güllefahren zu meiden, weil die Ammoniak- und Geruchsemissionen dann meist zu hoch sind. Gegebenenfalls ist die Gülle zu verdünnen oder zu separieren. (So wird das Wetter in Ihrer Region.)

1. Das ist wichtig bei Schleppschläuchen

  • Schleppschläuche möglichst nur bei möglichst dünnflüssiger Gülle oder bei regenreicher Witterung einsetzen,
  • Gülle nicht auf den Bestand oder die Grasstoppeln ausbringen, sondern direkt auf den Boden,
  • die Schläuche nicht ohne Auflagedruck über die Stoppeln hinweggleiten lassen.

2. Das gilt es bei Schleppschuhen zu beachten

Getrocknete-Guellewuerste-Schleppschuhe
  • Schmale Grünlandkufen mit optimalem Schardruck kombinieren,
  • mit den Schuhen den Bestand teilen und die Güllebänder sauber am Boden ablegen,
  • Gülle nur ausbringen in einen Bestand von rund 8 cm bis maximal 15 cm Höhe,
  • je nach vorheriger Mahdhöhe und Witterung ein kurzes Zeitfenster bis etwa 14 Tage nach der Ernte nutzen,
  • die Gülle nicht auf zu kurzen Stoppel biedriger als 7 cm ablegen oder auf zu hohem Bestand größer als 15 cm,
  • bei höher gewachsenem Gras in den Fahrspuren die Schläuche darin abschalten.

3. Das lohnt sich bei Schlitztechnik oder Injektion

  • Nach dem Schnitt ein großes Zeitfenster bis rund 15 cm Wuchshöhe zum Güllen nutzen,
  • Bodenzustand beachten und exakte Tiefenführung der Scheiben prüfen,
  • Zustand der Ausläufe kontrollieren,
  • Narbenschäden vermeiden,
  • aufpassen auf nassen oder extrem trockenen, schweren oder moorigen Böden,
  • Schlitzverträglichkeit des Standorts generell berücksichtigen,
  • auf Bodenschonung, also Reifenwahl und Druckregelanlage achten, gegebenenfalls Hundegang nutzen,
  • auf mittleren bis schweren oder moorigen Böden nur zwei- bis maximal dreimal pro Jahr Gülle einschlitzen.
Mit Material von Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
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