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Trockenheit in Rheinland-Pfalz

Futterproduktion: Ausnahme für ÖV-Flächen beantragt

Kleegras wird gemäht
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Anke Fritz, agrarheute
am
12.05.2017

Wegen der Trockenheit hat der Bauern und Winzerverband in Rheinland-Pfalz eine Ausnahmereglung beantragt, die eine Nutzung von stillgelegten Flächen (ÖVF) für die Futternutzung ermöglicht.

Die ersten Ergebnisse der Grasschnitte zur Futtererzeugung in der Nord- und Westpfalz sind laut Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV), ernüchternd. Durch die Trockenheit in den vergangenen Wochen habe in vielen Fällen nicht einmal ein Drittel der üblichen Menge im ersten Schnitt geerntet werden können. In Einzelfällen würden die Einbußen noch darüber liegen.

Futter wird knapp für die Betriebe

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. hat beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau eine Ausnahmereglung beantragt, die eine Nutzung von stillgelegten Flächen (ÖVF) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zur Verfütterung zulässt. Die Voraussetzungen dafür seien erfüllt. Es sei abzusehen, dass in den viehhaltenden Betrieben aufgrund der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse nicht ausreichend Futter zur Verfügung stehen wird. Er hoffe deshalb auf die Unterstützung der Landesregierung.

Frühjahr war deutlich zu trocken

Das Frühjahr war in weiten Teilen der Region deutlich zu trocken. In vielen Gemarkungen hat es im laufenden Jahr weniger als die Hälfte im Vergleich zum langjährigen Mittel geregnet, zudem waren die meisten Böden mit einem hohen Wasserdefizit aus dem Winter gekommen. Unter dem Wassermangel leiden nahezu alle landwirtschaftlichen Kulturen.

Mit Material von Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd
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