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Video-Ratgeber

Grassilage: Reifeprüfung und der richtige Schnittzeitpunkt

Milchviehbetriebe haben nichts zu verschenken, schon gar nicht eine gute Grassilagequalität. Das gilt es für einen korrekten Schnittzeitpunkt zu wissen.

Hermann Krauß, agrarheute ,
am
20.04.2018

Den optimalen Schnittzeitpunkt schlechthin gibt es nicht. Was als optimal angesehen wird, hängt im Wesentlichen von den späteren Fütterungsansprüchen ab.

Für die Rinderfütterung empfiehlt sich die Ernte im Bereich von 21 - 23 Prozent Rohfaser. Wie hoch der Schnitt erfolgen sollte und wie sich frühe oder späte Schnitte auf die Inhaltsstoffe der Grassilage auswirken, erklärt Karsten Bommelmann von der AG FUKO im Video.

Mehrwert vom Grünland

Striegeln und Walzen
Die erste Pflege im Frühjahr findet auf allen Flächen statt. Mit Striegel und Prismenwalze werden Maulwurfshügel eingeebnet, das Wurzelwachstum angeregt und der Gülleschleier gebrochen. © Werkbild
Grünlandpflege Striegel
Mit dem Striegel schafft der Landwirt Licht, Luft und Platz im Pflanzenbestand. © Werkbild
Grünlandpflege Walzen
Die Walze verschafft den Pflanzen Kontakt mit dem Boden und sorgt dafür, dass der Altbestand bestockt. © Werkbild
Grunlandpflege Übersaat
Mit der Übersaat und einer weiteren Pflege beginnt er acht bis zehn Tage nach dem ersten Schnitt. Zum Übersäen kommt eine Mischung aus frühem und spätem Weidelgras zum Einsatz. Zusätzlich sind etwas Weiß- und ­Rotklee dabei. Zwischen 4 bis 8 kg/ha bringt er aus.   © Werkbild
Grünlandpflege Mähen
Durch die vorherige Sanierung der Flächen mit dem Verdrängen der Gemeinen Rispe und der Einsaat und Übersaat mit Deutschen Weidelgräsern konnte Heckenberger den Ertrag von knapp 100 auf über 220 dt Trockenmasse je ha steigern. © Werkbild
Grünlandpflege Herbst
Die letzte Pflege im Jahr erfolgt in der Regel nach dem vierten Schnitt und besteht wie beim ersten aus Striegeln und Walzen, wobei der Striegel nicht mehr so aggressiv eingestellt sein sollte. Weisen Flächen im Herbst Lücken auf, wird neben der Pflege bei entsprechendem Wetter auch noch einmal übersät.   © Werkbild
Mathias Heckenberger
Matthias Heckenberger, CeresAward-Gewinner 2015, konnte durch das Verbessern des Grünlands die Grundfutterleistung seiner Kühe enorm steigern. Derzeit liegt sie bei über 5000 kg. © Philipp Ledényi
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