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Grünland

Grassilage: So verdichten Sie richtig

Jürgen Beckhoff aid/af
am
04.05.2015

Nach der Grasernte kommt es nun auf das richtige Silieren an. Ziel ist es, den Sauerstoff aus dem Siliergut zu entfernen, damit der Gärprozess richtig in Gang kommt. Ein Reifendruck von 2 bis 3,5 bar ist dabei optimal.

Die Siliersaison beginnt. Damit aus dem wertvollen Grasbestand qualitativ hochwertige Silage entsteht, kommt es neben der Bestandsführung, der Mäh- und Erntetechnik auch auf das richtige Verdichten des Silierguts an. Durch das Verdichten wird der Sauerstoff weitgehend aus dem Siliergut entfernt, um optimale Bedingungen für den erwünschten Gärprozess durch Milchsäurebakterien zu schaffen. Auch die Lagerstabilität nach Anschnitt der Silage ist bei guter Verdichtung deutlich besser, schreibt Jürgen Beckhoff vom aid Infodienst.
 

Reifendruck von 2 bis 3,5 bar wählen

Für Grassilage liegt die optimale Lagerdichte bei etwa 160 Kilogramm Trockenmasse pro Kubikmeter Silage. Um diese Vorgabe zu erreichen sollte beim Walzen mit dem Schlepper ein hoher Reifendruck von 2 bis 3,5 bar gewählt werden, um durch eine geringe Aufstandsfläche einen möglichst großen Druck zu erzeugen.

Schichtdicke von 30 cm nicht überschreiten

Zwillingsreifen sind nicht zu empfehlen, da sie den Druck abschwächen. Die maximale Schichtdicke nach dem Abkippen von neuem Erntegut sollte 30 Zentimeter nicht überschreiten, da tiefer liegendes Material nicht ausreichend verdichtet werden kann. Eine geringe Schichtdicke lässt sich am besten mit einem Siloverteiler am Walzschlepper erreichen.

Erntegut langsam überfahren

Die ideale Geschwindigkeit beim Walzen liegt bei 4 bis 6 km/h. Je langsamer die Überfahrt, desto höher die Druckeinwirkung. Für eine ausreichende Verdichtung sind mindestens drei Überfahrten erforderlich. Pro Tonne Erntegut sollten zwei bis drei Minuten Verdichtungsaufwand angesetzt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, die Zahl der Walzfahrzeuge an die Bergeleistung anzupassen. Pro Fahrzeug kann man eine Bergeleistung von 15 bis 20 Tonnen Trockenmasse ansetzen.

Zweites Silo anlegen

Bei hoher Ernteleistung und schmalen Silos ist es oft günstiger, ein zweites Silo anzulegen und diese im Wechsel zu befüllen. So bleibt jeweils genügend Zeit für die Walzarbeit. Flachsiloanlagen mit festen Silowänden eignen sich am besten für eine gute Verdichtung. Denn im Vergleich zu Freigärhaufen ohne Seitenwände erlauben sie eine stärkere Verfestigung in den Randbereichen. Zudem besitzen sie eine deutlich kleinere Oberfläche, was in der Regel die Lagerstabilität der Grassilage deutlich verbessert.

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