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Grünland

Grünland in der Biogasanlage

von , am
22.11.2012

Substrat für Biogasanlagen muss nicht zwangsweise ackerbaulich hergestellt werden. Überschüssiges Grüngut stellt eine gute Alternative dar.

Viele Betreiber von Biogasanlagen sehen ihre Investition durch den EEG-Kabinettsentwurf in Gefahr © landpixel
Bereits mit den ersten beiden Schnitten kann der Bedarf an Grundfutter für die Rinderhaltung in Menge und Qualität häufig befriedigt werden. Außerdem gibt es in vielen Regionen inzwischen weniger Milchvieh. Dadurch fallen jährlich erhebliche Mengen an Grüngut an, die nicht mehr für die Tierhaltung benötigt werden und oft keiner sinnvollen Nutzung zugeführt werden können.
 
Auch darf das Dauergrünland aus Umweltökologischen Gründen nicht ohne weiteres umgebrochen und einer anderen Nutzung zugeführt werden. Bundesweit hat der Ausbau von landwirtschaftlichen und durch nachwachsende Rohstoffe betriebenen Biogasanlagen stark zugenommen. Regional macht sich mittlerweile Substratmangel bemerkbar, teilt die DLG Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft mit. 

Infos in kostenlosem Merkblatt

Auch wenn Silage-Mais nach Ansicht der DLG die momentan am besten geeignete Pflanze darstellt, müsse das Substrat für Biogasanlagen nicht zwangsweise ackerbaulich erzeugt werden. So kann die auf den Grünlandstandorten anfallende Biomasse in Biogasanlagen als Substratergänzung zur dezentralen Energieerzeugung dienen.
 
Wie die Grünlandaufwüchse zur Energieerzeugung beitragen können, darüber informiert ein neues DLG-Merkblatt. Ein Autorenteam der DLG-Ausschüsse für Grünland und Futterbau und für Biogas hat alle wesentlichen Aspekte zur Gewinnung von Biogas aus Gras zusammengetragen, verspricht die DLG. Dabei wird unter anderem ausführlich über Grünlandaufwüchse als Gärsubstrat, über Fragen der Vergärung und der Graserträge, über die Wirtschaftlichkeit sowie über die Gärresteverwertung im Grünland informiert.
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