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Dauergrünland Pflugregelung

Grünland & GAP 2023: Was kommendes Jahr für den Umbruch gilt

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am Montag, 12.12.2022 - 11:59 (Jetzt kommentieren)

Viele bisherige Auflagen zum Dauergrünland gelten auch 2023. Eine Neuheit gibt es für den Umbruch aber doch. Damit wird es künftig leichter, Grünland wieder zu umbrechen.

In der neuen Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) werden die Auflagen für Dauergrünland ab dem kommenden Jahr größtenteils so weitergeführt wie bisher. Eine Neuigkeit gibt es aber doch: Der Umbruch von Dauergrünland wird leichter.

Wann ein Umbruch je nach Entstehung von Dauergrünland möglich ist

Entscheidend für einen Umbruch ist, wann das Dauergrünland entstanden ist. Die Umwandlung ist dann wieder leichter möglich. Das hängt aber vom Jahr der Entstehung ab:

  • Für 2021 entstandenes Dauergrünland ist weder eine förderrechtliche Genehmigung für den Umbruch nötig noch ist Ersatzdauergrünland bereitzustellen, allerdings besteht eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Behörde.
  • Für von 2015 bis 2020 entstandenes Grünland ist eine Genehmigung für den Umbruch weiter erforderlich, allerdings braucht kein Ersatzdauergrünland mehr bereitgestellt werden,
  • Für schon vor 2015 entstandenes Grünland ist eine behördliche Erlaubnis nötig und sind weiter Ersatzflächen bereitzustellen.

Was als Dauergrünland gilt

Als Dauergrünland gelten bisher Flächen, die mindestens fünf Jahre lang nicht umgepflügt wurden. Sie werden durch Einsaat oder natürlich für Gras oder Grünfutterpflanzen genutzt und sind seit mindestens fünf Jahren kein Bestandteil der Fruchtfolge des Landwirtschaftsbetriebs.

Wo der Umbruch von Dauergrünland weiter verboten ist

Für umweltsensibles Dauergrünland etwa in Flora-Fauna-Habitat- (FFH-) und Vogelschutzgebieten gilt weiter ein grundsätzliches Umwandlungsverbot. Weiter besteht etwa in Niedersachsen eine Anzeigepflicht von 15 Werktagen vor einer Erneuerung der Grasnarbe.

Dabei kann die zuständige Behörde die Erneuerung untersagen oder nur unter Auflagen erteilen, wenn Belange des Umwelt-, Natur- oder Klimaschutzes dem Vorhaben entgegenstehen.

Mit Material von Landwirtschaftskammer Niedersachsen
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