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Frühjahrsentwicklung

Grünland: Wann sich die Nachsaat lohnt

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
20.03.2017

Ziel der Nachsaat im Grünland ist eine rasche und deutliche Bestandesverschiebung hin zu gewünschten Arten. Wann lohnt sich die Maßnahme?

Tipps zur Nachsaat hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Brandenburg (LELF) zusammengestellt.

  • Demnach wird das Saatgut mit spezieller Nachsaattechnik in die kurz gehaltene Altnarbe hinein oder bei sehr lückigen Beständen als Übersaat auf die Bodenoberfläche gesät.
  • Als richtiger Zeitpunkt wird das zeitige Frühjahr oder der Spätsommer bei ausreichend Feuchtigkeit angegeben.
  • Der Altbestand sollte ungefähr 20 Prozent Lücken, über 50 Prozent futterwirtschaftlich wertvolle Gräser, unter 30 Prozent Quecke und Ungräser und weniger als 30 Prozent Unkräuter enthalten.
  • Dabei sollte beachtet werden, dass durch den Herbizideinsatz aus Unkraut Lücken werden. Das Landesamt rät zu konkurrenzstarken Gräsern wie zum Beispiel das Deutsche Weidelgras und Weißklee.
  • Die Saatgutmenge sollte zwischen 15 bis 25 Kilogramm je Hektar liegen.
  • Entscheidend für den Nachsaaterfolg ist die Folgenutzung - sie muß früh und häufig genug erfolgen.

Vorteile der Nachsaat gegenüber der Neuansaat

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat Vor- und Nachteile einer Nachsaat zusammengestellt. Als Nachteil gilt beispielsweise, dass die alte Narbe eine Konkurrenz für die Nachsaat darstellt. Für das Gelingen einer Nachsaat sollte die Konkurrenz der Altnarbe durch eine intensive Nutzung daher so gering wie möglich gehalten werden. Vorteile einer Nachssaat sind demzufolge:

  • geringes Ansaatrisiko: die alte Narbe bleibt erhalten
  • kostengünstiger: geringere Kosten für Saatgut und Maschinen sowie minimaler Futterausfall
  • Erhaltung der Tragfähigkeit der Narbe, da keine oder minimale Bodenbearbeitung
  • weniger termingebunden: der Nachsaattermin kann an günstige Boden- und Witterungsverhältnisse angepasst werden
  • zusätzliche Einsatzmöglichkeiten: auf nicht umbruchfähigen Standorten, wie zum Beispiel flachgründigen, steinigen und staunassen Böden sowie auf Mooren.

Nachsaat: Tool zur Kalkulation der Wirtschaftlichkeit

Die Deutsche Saatveredelung (DSV) bietet auf ihrer Internetseite ein Kalkulationsmodul zur Wirtschaftlichkeitsberechnung bei der Nachsaat im Grünland an.

Mit Material von LELF, LWK NRW

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