Login
Leser fragen, agrarheute antwortet

Grünland: 'Was passiert, wenn die Wiese zu spät geschleppt wird?'

© agrarfoto.com
von am
17.04.2017

Eine gute Grünlandpflege ist die Vorraussetzung für gute Erträge. Was passiert, wenn man eine Wiese zu spät schleppt? wollte ein User auf facebook wissen. Wir haben bei der LfL Bayern nachgefragt.

Grünlandbestände verändern sich abhängig von der Bewirtschaftung sehr stark. Mit den Düngungs- und Pflegemaßnahmen im Frühjahr wird die Grundlage für die Schnitte unter dem Jahr gelegt.

"Was passiert, wenn man eine Wiese zu spät schleppt, also wenn das Gras schon 15-20 cm hoch ist? Steht das Gras wieder auf oder wird der Bestand dadurch zu stark geschädigt?" wollte ein Leser auf facebook von uns wissen. Wir haben bei der LfL Bayern nachgefragt.

Hier die Antwort von Dr. Stephan Hartmann vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung.

Bei Wuchswetter steht das Gras wieder auf

Das Gras steht in aller Regel wieder auf, der Bestand wird nicht geschädigt. Die Gefahr, die bei nicht vollständigem bzw. hinreichend raschem "Aufstehen" besteht, ist eher das Auftreten einer Ernteerschwernis bzw. einer höheren Verschmutzung des Erntegutes", erklärt Dr. Hartmann. Dabei steigt auch die Gefahr von Qualitätseinbußen im Lager.

Eventuell seien auch Qualitätsverluste durch die verringerte Assimilationsfläche mit der Folge von:

  • Vergilbungen der abgedeckten Flächen und
  • geringeren/schlechteren Inhaltsstoffgehalten möglich.

Eine solche Gefahr bestehe insbesondere, wenn nach der Maßnahme längere Zeit eine für das Wachstum ungünstige Folgewitterung auftritt.

Wuchswetter hingegen lässt den Bestand sich rasch wieder aufrichten. Diese Situation ist bei verspätetem Schleppen eher die Regel als die Ausnahme. Nach dem nächsten Schnitt sind dann auch Folgen für den Bestand und dessen Folgeaufwüchse beendet, womit der Bestand selbst (also seine charakteristische Zusammensetzung) keine Beeinträchtigung erfährt.

Fazit: Spätes Schleppen

  • In den meisten Fällen tritt kein Schaden auf.
  • Wenn Schäden auftreten, betreffen sie eher die Qualität des Folgeschnittes und den nötigen Arbeitsaufwand für seine Gewinnung.
  • Langfristige Schäden für den Bestand sind nahezu auszuschließen.

Mehr Antworten auf Userfragen finden Sie hier.

Grünlandtechnik: Aktuelle Mähwerke in Bildern

Die Pöttinger-Alpinmäher: Die Serie Novaalpin umfasst sechs Modelle: 221 B, 261 B, 301 B, 221 T, 261 T und 301 T mit Arbeitsbreiten zwischen 2,2 und 3 Metern. © Werkbild
Verschiedene Anbaukonsolen sollen es ermöglichen, das Mähwerk individuell an das Hubwerk anzupassen und so nahe wie möglich am Traktor anzubauen. © Werkbild
Mit dem T-Anbau will der Hersteller Pöttinger vor allem Landwirte ansprechen, welche einen Kompakt-Traktor einsetzen. © Werkbild
Novacat Classic Frontmähwerke von Pöttinger: Diese gibt es in den Arbeitsbreiten von 2,62 bis 3,46 Metern. Die Serie Novacat Classic umfasst folgende Modelle: 261, 301, 351. © Werkbild
EasyCut F/R 144 von Krone: Damit verspricht der Hersteller: Perfekter Schnitt, geringer Leistungsbedarf, Komfort und Langlebigkeit. © Werkbild
Easy Cut R 280 von Krone: Das Mähwerk soll laut Hersteller einfach in Funktion und Handling sein. Landwirte sollen mit der aufrechten Parkposition eines EasyCut der R-Baureihe Platz gewinnen. © Werkbild
EasyCut R 320: Das Abstellen in Transportstellung soll Platz und Raum sparen. Optionale Stützfüße geben dem Mäher den sicheren Halt und erleichtern das An- und Abkoppeln. Die EasyCut R 280 und EasyCut R 320 auch in abgeklappter Position geparkt werden. © Werkbild
Eine Dreifachmähkombination im Gras von Claas: Disco Mähwerken 9300/8600 und Axion 800. © Werkbild
Front- und Heckmähwerken Corto und Disco von Claas bei der Grasernte. © Werkbild
Das neue Scheibenmähwerk Disco 1100 C/RC Business erreicht eine maximale Arbeitsbreite von 10,70 Metern.  © Werkbild
Auch interessant