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Ratgeber

Grünland: Das sollten Sie bei der Neuansaat beachten

© agrarfoto.com
von am
29.03.2017

Eine Neuansaat auf Grünlandflächen sollte nur angewendet werden, wenn ein Bestand anders nicht mehr zu retten ist. Auf diese 3 Punkte gilt es zu achten.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Bayern erklärt in einem Ratgeber, auf welche Aspekte es bei der Neuansaat von Grünland zu achten gilt. Grundsätzlich sollte nur neu gesät werden, wenn ein Grünlandbestand anders nicht mehr zu retten ist. Dies ist gegeben, wenn

  • minderwertige, wenig ertragsreiche und kampfkräftige Gräser im Pflanzenbestand einen Anteil von über 50 Prozent einnehmen
  • die Verunkrautung so hoch ist, dass sie mit mechanischen oder chemischen Bekämpfungsmaßnahmen kombiniert mit Nachsaat nicht mehr in den Griff zu kriegen ist.

Neuansaaten verursachen meistens hohe Kosten und sind mit einem gewissen Risiko verbunden. Drei Schritte sind bei der Neuansaat laut LfL zu beachten:

  • Altnarbe abtöten
  • Neuansaat durchführen
  • Nachbehandlung

Vorher ist immer abzuklären, inwieweit die jeweilige Maßnahme im Rahmen von Fördermaßnahmen nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen wird. Dazu sollte stets die amtliche Beratung hinzugezogen werden.

1. Abtöten der Altnarbe

  • Zum Abtöten der Altnarbe sind laut LfL Bayern Glyphosat-Mittel (z. B. Roundup) mit 4 l/ha zugelassen. Die Roundup-Ausbringung erfolgt bei 10 bis 15 cm Wuchshöhe des Bestandes. Bei Mischverunkrautung sind eventuell andere Mittel bzw. -kombinationen geeigneter.
  • Die Abtötung erfolgt in trockenen Gebieten im Spätherbst, in niederschlagsreichen Gebieten im Spätsommer ansonsten von Frühjahr bis Spätsommer.
  • Bei stark zertretenen Narben kann der Herbizideinsatz laut LfL Bayern entfallen und durch ein- bis zweimaliges Fräsen ersetzt werden. Gleiches gilt für Betriebe des ökologischen Landbaus.

2. Neuansaat

  • Das Saatbett sollte gut abgesetzt und nur oberflächlich gelockert und feinkrümelig sein.
  • Vor der Saat sollte deswegen ein Walzengang mit einer Profilwalze erfolgen.
  • Grassamen sind Lichtkeimer, sie dürfen daher nur maximal 0,5 bis 1,5 cm tief in den Boden abgelegt werden.
  • Ungünstig für den Aufgang ist ein zu tief gelockertes und nicht genügend abgesetztes oder nicht rückverfestigtes Saatbett, weshalb ein Walzen nach der Saat notwendig ist.
  • Eine Neuansaat erfolgt entweder mit oder ohne eine vorangehende Narbenzerstörung. Entsprechend ist die Technik anzupassen.

3. Nachbehandlung

Das Gelingen oder Misslingen einer Narbenerneuerung hängt laut LfL Bayern in vielen Fällen von der Nachbehandlung und der Pflege der neuangelegten Bestände ab. Deshalb sollte sie sorgfältig durchgeführt werden.

  • Nachbehandlung gegen auflaufende Unkräuter
  • Schröpfschnitt bei 10 bis 15 cm Wuchshöhe der Neuansaat; dient auch zum schnellen Narbenschluss
  • Neuansaaten sollen im Ansaatjahr keine Gülle erhalten. Dies bedeutet für viehstarke Betriebe, dass Neuansaaten jeweils höchstens auf 20 Prozent der Betriebsfläche vorgenommen werden sollten.
Mit Material von LfL Bayern

Sämaschine Amazone Cataya: Mechanik trifft Elektronik

Sämaschine Amazone Cataya
Das besondere an der neuen mechanischen Sämaschine Cataya von Amazone sind die Doppelscheibenschare und eine neue Dosierung mit elektrischem Antrieb. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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Über einen Arbeitsstellungssensor am Oberlenker wird die Saatgutdosierung aktiviert. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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Die neuen Seitenbleche lassen sich über das "Raster" gut in der Tiefe anpassen. Dank neuer Lagerung bauen sie sehr schmal. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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Die Matrixwalze sorgt für eine Rückverfestigung in der Saatreihe. So hat das Saatgut gute Keimbedingungen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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Das Profil verbessert den Antrieb des Packers, Abstreifer halten die Zwischenräume sauber. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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