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Pflanzenbau-Ratgeber

Grünland: Tipps zur Schwefeldüngung

Düngerstreuer auf Weide © agrarfoto.com
von , am
20.05.2016

Eine ausreichende Schwefelversorgung ist für die Ertragsbildung und die Qualität des Grünlandaufwuchses unerlässlich. Darauf sollten Sie dabei achten.

Schwefel spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität der Grassilage. Eine gute Schwefelversorgung steigert den Rohprotein- und Energie-Gehalt und verbessert zusätzlich die Lagerstabilität von Grassilage.

Tipp 1: Schwefelbedarf definieren

Die Schwefel-Düngung hängt von der Nutzungsintensität und der bereits ausgebrachten Gülle ab. Der Schwefel-Bedarf liegt zwischen 20 und 50 Kilogramm Schwefel pro Hektar und Jahr.

Tipp 2: Schwefelmenge verteilen

Die besten Effekte werden erzielt, wenn diese Menge auf den ersten und zweiten Schnitt gleichmäßig aufgeteilt wird. Grünland produziert gerade zu den ersten beiden Schnitten die größte Biomasse.

Tipp 3: In Kombination düngen

Wichtig ist, dass Schwefel in Kombination mit Stickstoff gedüngt wird. Denn die Pflanzen nehmen Stickstoff und Schwefel, welche sich in ihrer Wirkung ergänzen, parallel auf. Deshalb ist es ratsam einen kombinierten Stickstoff-Schwefeldünger zu verwenden.

Tipp 4: Nicht beim letzten Schnitt düngen

Eine Schwefel-Düngung zu den letzten Schnitten im Jahr ist nicht notwendig, denn durch die wärmeren Temperaturen ist in der Regel genügend Schwefel aus der ausgebrachten Gülle verfügbar.

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