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Grünland-Tagebuch Teil 3

Der Grünlandsanierer: Ergebnisse der Pflanzenanalyse sind da

Güttler Grünlandstriegel
Matthias Heckenberger
am
04.07.2018

Junglandwirt Matthias Heckenberger berichtet alle 14 Tage über seine Grünlandmaßnahmen und den Einfluss auf die Milchleistung seiner Kühe. Dieses Mal gibt eine Pflanzenanalyse vom 2. Schnitt Aufschluss über den Versorgungszustand des Grünlands. Es fehlt Selen.

Außenwirtschaft: Selenmangel festgestellt

Am 25. Mai hatten wir den 2. Schnitt mit rund 25 dt TM/ha eingefahren und von einer Fläche eine Grasprobe zur Pflanzenanalyse gezogen. Die Ergebnisse sind mittlerweile da. Auffallend ist vor allem ein starker Selenmangel. Hier werde ich wohl der Empfehlung folgen und gegebenenfalls einen Selenhaltigen Stickstoffdünger einsetzen. Auch bei Magnesium zeigt die Probe eine leichte Unterversorgung der Pflanzen. Bei Schwefel hingegen wurde eine Überversorgung festgestellt, ebenso bei Phosphor und Kali. Ich werde das im Auge behalten müssen und gegebenenfalls die Düngerauswahl für das Grünland anpassen.

Auch bezüglich des von mir beobachteten abnehmenden Kleeanteils in unseren Kleegrasbeständen hatte ich den Verdacht, dass die Nährstoffversorgung der Grund sein könnte. Eine Flüssigdüngung im Juni mit Yara Vita Raps Pro bestätigt meinen Verdacht. Der Klee steht jetzt viel besser und grüner da und ich verspreche mir einen höheren Ertrag. Ich gehe davon aus, dass der Klee nicht ausreichend Molybdän und Bor zur Verfügung hatte.

Mein Güttler Grünlandstriegel kam bei einem benachbarten Betrieb zum Einsatz. Dort erfolgte zum Schutz vor Bodenerosion und zum Zweck der Gründüngung eine Maisuntersaat mit der Sorte von  DSV Humus Plus Spät.

Innenwirtschaft: Güllezusatz getestet

Die hohen Außentemperaturen sorgen für Fliegen und Geruchsentwicklung in der Güllegrube. Deshalb haben wir erstmals Plocher Flüssighumus ME zugesetzt. Dieser Güllezusatz soll beides reduzieren und homogenisiert die Gülle.

Wir haben wieder Milchkühe trockengestellt, die in  den nächsten 6-8 Wochen abkalben, und Färsen, die in den nächsten 4-6 Monaten zum Kalben kommen, mit in die Gruppe der Transitkühe eingestallt. Die Transittiere werden bei uns vor dem Kalben auf einer Vollstrohbox gehalten und kalben in der Gruppe ab. Der Kontakt zur Herde ist meiner Ansicht nach sehr wichtig.

Eine Braunvieh-Jungkuh hat zum ersten Mal abgekalbt – ein sehr interessantes Tier für unsere Zucht.

Die Außentemperaturen sind relativ hoch. Um für die Tiere ein bestmögliches Klima und eine gute Durchlüftung des Gebäudes zu gewährleisten, reinigen wir regelmäßig den Stall und waschen Decken, Wände und Böden. Dieses Mal war der Futtertisch dran. Er stammt von 1980 als das Gebäude erbaut wurde und ist mittlerweile sanierungsbedürftig. Hier könnten sich ohne regelmäßige Reinigung wunderbar Keime ansiedeln.

Büro: Angebote müssen eingeholt werden

Ich möchte den Futtertisch von 1980 sanieren lassen und hole gerade Angebote ein.

Außerdem habe ich ein paar neue Zitzengummis bestellt.

Werkstatt: Hier sorgen nur die Kätzchen für Action

Hier gab’s die letzten 14 Tage keine besonderen Vorkommnisse.

Umso mehr Action findet bei unseren kleinen Babykätzchen statt. Sie entwickeln sich gut und sind schon sehr viel unterwegs.

Landwirt Heckenberger: Ergebnisse der Pflanzenanalyse sind da

Mathias Heckenberger
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