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Trockenheit

Grünlandsanierung: Achtung, Greening-Geldbußen drohen!

Grünlanderneuerung in Frässaat
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
27.09.2018

Es ist Herbst; die beste Zeit, um das trockenheitsgeplagte Grünland wieder auf Vordermann zu bringen. Doch bei Fehlern drohen empfindliche Greening-Geldbußen.

Mit einsetzender Herbstfeuchte ist die Nachsaat von trockenheitsgeschädigten Grasnarben das Thema Nummer eins für Grünlandbetriebe. Noch sind die Tage lang genug für eine ausreichende Entwicklung der Bestände vor dem Winter.

Was viele nicht wissen: Wird die Sanierung falsch angegangen, droht empfindliches Bußgeld.

Bei ausreichend Regen striegeln

Werden nach der Trockenheit nennenswerte Niederschläge erwartet, ist der Striegel die zu bevorzugende Technik. Sollte die Grasnarbe stark mit Gemeiner Rispe durchsetzt sein, sollten Sie den Filz zunächst durch scharfes Striegeln öffnen und das oben aufliegende Material abfahren.

In einem zweiten Arbeitsgang erfolgt die Nachsaat. Idealerweise ist der Striegel dabei mit einer nachgeführten Walze ausgestattet, die das Saatgut andrückt und für Bodenkontakt sorgt.

Wenn es trocken bleibt

Bei einer geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit bietet das Schlitzsaatverfahren eine höhere Auflaufsicherheit: Die Restfeuchte im Boden lässt sich so besser ausnutzen.

Um diesen Effekt voll ausschöpfen zu können, kann der vorherige Einsatz einer Kreiselegge sinnvoll sein.

Achtung, Geldbußen drohen!

Halten Sie unbedingt vorab Rücksprache mit der Bewilligungsstelle, etwa am zuständigen Landratsamt oder der Kreisverwaltung, wenn Sie eine Bodenbearbeitung planen!

Der Einsatz der Kreiselegge kann als Grünlandumbruch und damit als Verstoß gegen das Greening gewertet werden. Länderspezifisch können weitere Auflagen gelten.

Die „mechanische Zerstörung der Grasnarbe“ kann zu empfindlichen Geldbußen führen. Aus dem Beratungsteam am Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) heißt es dazu: „Außer Walzen, Schleppen, Striegeln sowie der Aussaat oder Düngung im Schlitzverfahren oder vergleichbaren Maßnahmen, sind alle Bodenbearbeitungsmethoden drei Tage vor Beginn der Maßnahme der zuständigen Bewilligungsstelle anzuzeigen.“

Die Nachsaat sollte bis zum Monatswechsel September/Oktober abgeschlossen werden. Planen Sie daher die schlagspezifischen Maßnahmen jetzt und informieren Sie die Bewilligungsstellen, falls so starke Schäden vorliegen, dass die Kreiselegge zum Einsatz kommen soll.

Pflanzenbauberaterin Katharina David vom LLH in Korbach hilft bei Rückfragen gern weiter: Katharina.David@llh.hessen.de, Tel.05631/954875 oder Mobil: 0160/4168708.

Mit Material von LLH Hessen

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