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Grünland

Kommt Pflugverbot in Natura 2000-Gebieten?

von , am
11.02.2014

Hannover - Der niedersächsische Bauernverband Landvolk fürchtet, dass der Bund ein generelles Pflugverbot auf Grünlandflächen in Natura 2000-Gebieten einführen könnte.

Einem Landwirt aus Niedersachsen droht Ärger. © Mühlhausen/landpixel
"Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen", kommentiert Landvolkvizepräsident Heinz Korte diese Pläne. Selbst aus naturschutzfachlicher Sicht ließe sich lediglich für einen kleinen Anteil des gesamten Areals ein derart starker Einschnitt in die unternehmerische Freiheit der Landwirte rechtfertigen. "Die betroffenen Landwirte empfinden so weit reichende Verbote als enteignungsgleichen Eingriff in ihr Eigentum", gab er die aufgebrachte Stimmung unter den betroffenen Landwirten wieder. Betroffen seien besonders Grünlandbauern.

In Niedersachsen wären 150.000 Hektar Wiesen und Weiden betroffen

In Niedersachsen dürften nach Schätzungen des Landvolkes etwa 150.000 Hektar (ha) landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Weiden betroffen sein, vor allem in den Marsch- und Küstenregionen. Diese ertragreichen Standorte verlangten den Landwirten im Gegenzug hohe Ausgaben unter anderem für Grundsteuer oder die Gewässerunterhaltung ab. Selbst zum Zwecke der Grünlanderneuerung, wie sie auch jeder Gartenbesitzer gelegentlich seinem Rasen angedeihen lasse, dürfe ein Landwirt nach den Plänen des Bundes hier keine Bodenbearbeitung vornehmen. Er müsse damit zugleich auf jeglichen Zuchtfortschritt durch die Wahl neuer Ansaatmischungen verzichten.

'Flexibilität beim Grünlandmanagement erhalten'

Das Landvolk Niedersachsen erinnerte in diesem Zusammenhang an die Versprechen von Politik und Administration bei der Ausweisung der Schutzgebiete: Danach sollte die bisherige landwirtschaftliche Nutzung nicht eingeschränkt werden. "Unsere Landwirte wollen hier kein Grünland in Ackerland umwandeln", betont Korte. Den Betriebsleitern müsse aber Flexibilität bei ihrem Grünlandmanagement erhalten bleiben. Dazu zähle auch die Möglichkeit, auf einzelnen Flächen zur Ackernutzung überzugehen und dafür in gleichem Umfang auf vorherigen Ackerflächen neues Grünland anzulegen.
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