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Grünland-Tagebuch Teil 12

Landwirt Heckenberger: Natürlicher Grünlandumbruch

Grünlandschäden durch Wildschweine
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Markus Pahlke, agrarheute
am
05.11.2018

Der letzte Schnitt ist vom Feld und schon kommt die Bodenbearbeitungstruppe – eine Rotte Schwarzwild – und nimmt die sanierte Fläche auseinander.

Umbruch trotz Verbot! Rund eine Woche nach dem letzten Schnitt war eine unserer frisch sanierten Grünlandflächen größtenteils umbrochen worden. Wildschweine hatten ganze Arbeit geleistet! Wir haben uns gefragt, warum die Tiere ausgerechnet die frisch sanierte Fläche bearbeitet haben. Andere Flächen in der Nähe waren zum Beispiel nicht betroffen. Auf einem weiteren Stück, in das wir Zwischenfrucht eingesät hatten, hatten sie ebenfalls verwüstet, die dort angrenzende Gründlandfläche jedoch verschont. Wir nehmen an, dass die Tiere die Flächen verschont haben, die regelmäßig Mineraldünger erhielten. Der Dünger enthält Schwefel, der bei Regen anfängt zu stinken und das mögen Wildschweine überhaupt nicht. Da dieser Gestank höchstens drei Monate anhält, und wir die frisch sanierte Fläche Ende Juli das letzte Mal gedüngt hatte, war wohl kein Schutz mehr vorhanden. Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich vor dem Winter noch einmal separat einen Schwefeldünger ausbringe.

Neue Reifen

Endlich sind die neuen Reifen für den wichtigsten Schlepper auf dem Hof da. Den Futteranschiebe- Grünlandtraktor haben wir komplett neu bestückt. Der Satz hat ein normales normales Ackerprofil und kein Rasenprofil mehr. Das sorgt für mehr Grip im Winter, wenn wir die Laufwege freischieben.

Auf zum Braunviehtag

Ein Höhepunkt der Braunviehzüchter in Baden-Württemberg ist alle zwei Jahre der Braunviehtag in Bad Waldsee. Von unserem Betrieb waren zwei Tiere dabei:
Moni, eine Drittkalbskuh und Hecki, ein Tier mit zwei Kälbern. Die Kühe mussten auf den besonderen Tag vorbereitet werden. Wir haben das Vorführen täglich geübt und drei Tage vor dem Großereignis die Tiere gewaschen und geschert. Am Veranstaltungssonntag wurden wir vom Wetter überrascht: Über Nacht hatte es fünf Zentimeter geschneit. Wir haben die Tiere trotzdem verladen und ans Auto mit Winterreifen gehängt. In Bad Waldsee wurden die Kühe noch einmal gewaschen und gefüttert. Danach hieß es aufzupassen, dass die Tiere nicht schmutzig werden. Dann war es endlich soweit. Der Ring war für unsere Tiere eröffnet. Sie erreichten einen Platz im Mittelfeld. Wir sind damit sehr zufrieden.

Düngerkauf

Den gekauften Dünger wurde uns in kürzester Zeit geliefert. Da die Preise am Düngermarkt wieder am Steigen sind, haben wir noch einmal nachgekauft.

Tagebuch Heckenberger: Schwarzkittel und Braunviehschau

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