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Grünland

Nitratrichtlinie: 2014 wohl keine 230 kg N/ha möglich

von , am
04.10.2013

Die Ausnahmeregelung von der Nitratrichtlinie gestattete für bestimmte Betriebe mehr als die jährliche Höchstmenge von 170 kg Stickstoff pro Hektar auszubringen. Für 2014 ist dies wohl nicht mehr möglich.

Auf intensiv genutzten Grünlandflächen konnten mit Ausnahmeregelung 230 kg Stickstoff je Hektar ausgebracht werden. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hinweist, belastet die 170 kg N-Regelung insbesondere Milchviehbetriebe mit Kosten für Gülleexporte und Mineraldüngerzukauf. Eine Ausnahmegenehmigung von dieser Regelung habe hier in den letzten Jahren bei einer steigenden Anzahl von Betrieben zur Entlastung geführt. Seit 2006 hat die EU-Kommission für Deutschland eine Ausnahmeregelung von der Nitratrichtlinie genehmigt. Damit war es Rinderhaltungsbetrieben bis einschließlich dieses Jahres möglich, auf intensiv genutzten Grünlandflächen, bis zu 230 kg Stickstoff/ha aus Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft auszubringen. Die Ausnahmeregelung wurde den betroffenen Betrieben jährlich auf Antrag bewilligt.
 
Für das Jahr 2014 sei derzeit davon auszugehen, dass für Landwirte keine Möglichkeit besteht, die Ausnahmeregelung erneut zu beantragen. Die EU-Kommission hat die Weiterführung der Ausnahmeregelung 230 N an die Bedingung geknüpft, dass noch im Kalenderjahr 2013 die deutsche Düngeverordnung novelliert wird. Mit einer Novellierung der Düngeverordnung sei laut LWK Niedersachsen jedoch bis dahin nicht zu rechnen. Für betroffene Betriebsleiter sei es daher wichtig, frühzeitig die überbetriebliche Gülleabgabe für das kommende Jahr zu planen, um die 170 kg N-Grenze einhalten zu können.

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