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Greening

"Pflugregelung" beim Dauergrünland: Die wichtigsten Userfragen

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Julia Eder, agrarheute
am
27.03.2018

Ab 01. April gilt die Pflugregelung bei Dauergrünland. Wir haben beim BMEL nachgefragt, was das für den Umbruch und den Ackerstatus bedeutet.

Am Freitag stimmte der Bundesrat der sogenannten "Pflugregelung" beim Dauergrünland zu.

Aufgrund der Omnibusverordnung können die EU-Mitgliedstaaten die Dauergrünlanddefinition bei den Direktzahlungen ab dem Jahr 2018 anpassen. Diese Möglichkeit wird mit der sogenannten "Pflugregelung" auch in Deutschland genutzt. Zusätzlich zu den bisher geltenden Merkmalen (Flächen, die zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden und seit mindestens fünf Jahren nicht Bestandteil der Fruchtfolge waren) wird die Bedingung eingeführt, dass nur solche Flächen Dauergrünland sind oder werden, die fünf Jahre nicht umgepflügt wurden. Die Pflugregelung soll zum 30. März 2018 in Kraft treten.

Diese Regelung warf jedoch bei Praktikern mehr Fragen auf, als sie Antworten lieferte. Das zeigte unter anderem die Diskussion auf der agrarheute-Facebook-Seite.

Nur bei Greening gelten unterschiedliche Vorschriften

Wir haben mit den Fragen der agrarheute-Leser gezielt beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) nachgefragt. Vorweg gilt es zu wissen, dass im Rahmen der Direktzahlungen sowohl Ackerland als auch Dauergrünland beihilfefähig sind. Lediglich im Rahmen des "Greenings" gelten unterschiedliche Vorschriften für Acker- und Dauergrünland.

Grünlandumbruch ohne gekauften Ackerstatus?

Albert Ohling fragt: Darf Grünland umgebrochen werden, ohne Ackerstatus kaufen zu müssen?

Zunächst klärt das BMEL: "Mit der Pflugregelung wird das Pflügen von bestehendem Dauergrünland als Umwandlung gewertet, auch wenn es lediglich der Narbenerneuerung dient. Das heißt, die Fläche wird durch Pflügen zu Ackerland."

Zu beachten sind aber die Bedingungen für so einen Umbruch: "Da Dauergrünland in Deutschland im Rahmen der Direktzahlungsregelungen nur mit Genehmigung umgewandelt werden darf, bedarf daher auch das Pflügen von Dauergrünland ab jetzt einer Genehmigung. Diese ist im Regelfall an die Bedingung geknüpft, dass an gleicher oder anderer Stelle in derselben Region eine Fläche mit der entsprechenden Hektarzahl neu als Dauergrünland angelegt wird. Die Fläche gilt bei vorheriger Genehmigung ab dem Zeitpunkt der Wiederanlage oder Neuanlage als Dauergrünland. Sie muss ab dann mindestens fünf Jahre für den Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden und darf nicht gepflügt werden."

Ackerstatus bleibt bei Ackerfutter-Aussaat

Tobias Rau möchte wissen: Bleibt der Ackerstatus erhalten, wenn man innerhalb von 5 Jahren pflügt und wieder Ackerfutter ansät?

Die Antwort des BMEL: "Ja, da das Pflügen einer mit Ackerfutter bestellten Fläche mit Ackerstatus die Entstehung von Dauergrünland verhindert. Allerdings kann dies nur berücksichtigt werden, wenn es rechtzeitig mit Monatsfrist angezeigt wird."

Wenden in einem Zug: Das sind die Trends bei Pflügen

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