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Ballensilage

Rundballen mit Folie: Das sollten Sie wissen

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Rundballen mit Mantelfolie
© Werkfoto
von am
10.04.2017

Anstatt mit dem bekannten Netz können Rundballen in immer mehr Pressen auch mit einer Folie umwickelt werden, um sie stabil in Form zu halten. Die traction erklärt, welche Vorteile das für Ballensilage bringt und was es kostet.

Seit einigen Jahren können Rundballen anstatt in ein Netz auch in eine Folie gepresst werden. Welche Vorteile die Mantelfolie - auch genannt Bindefolie, Netzersatzfolie oder Rundballenfolie - hat, erklärt die traction:

  • Die zusätzlichen Folienschichten erhöhen den mechanischen Schutz am Ballenmantel. Auch die Sauerstoffbarriere wird durch die zusätzlichen Folienschichten verbessert, was den Silierprozess optimiert und eventuelle Futterverluste durch Schimmelbildung reduziert. In einigen Fällen kann auch mit weniger Lagen Wickelfolie gearbeitet werden.
  • Leichtes Öffnen der Ballen, beispielsweise mit dem Ballenschneider.
  • Höhere Folienstabilität an der Mantelfläche zum besseren mechanischen Schutz bei Lagerung und Transport.
  • Einheitliches Material von Binde- und Wickelfolie ermöglicht gemeinsame Entsorgung. Außerdem haften am Netz so viele Futterreste an, dass es nur thermisch verwertet werden kann. Folie hingegen kann auch wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden.
  • Keine Gefahr von Verpackungsresten am Futterballen.

Diese Pressen können Folie binden

Eine zunehmende Anzahl Pressen lässt sich mit der zusätzlichen Option Mantelfolie bestellen oder nachrüsten. Die Kosten dafür liegen zwischen etwas unter 5.000 und 8.000 Euro. Die Funktion Netzbindung bleibt bei der Folienoption erhalten.

Auch Nachrüstungen zu ähnlichen Preisen sind möglich. Dafür ist mit rund einem Tag Arbeitszeit zu rechnen.

Diese Pressen kommen zum Einsatz:

  • Göweil G5040Kombi: Ermöglicht eine Doppelbindung für Netz und Folie, der Ballen wird zugleich von zwei Netzen oder Mantelfolien gebunden. Die Bindezeit des Ballens verkürzt sich somit um die Hälfte.
  • Orkel aus Norwegen gehört zu den Pionieren beim Einsatz von Wickelfolie. New Holland arbeitet mit Orkel zusammen.
  • Krone Comprima-Modelle: Alle Modelle können mit der Mantelfolien-Option bestellt werdenb. Nachrüstungen gibt es für alle Modelle ab 2014.
  • McHale: Die Fusion 3 Plus bietet die Möglichkeit der Folienwicklung.
  • Kuhn mit der i-BIO+: Die Press-Wickelkombination hat ein patentiertes Wickelsystem mit zwei Vorstreckern, bei dem die Mantelfläche des Ballens in der Presskammer mit Folie eingestretcht wird.

Spezialfolien für die Presse

  • Als Mantelfolien kommen, außer bei Kuhn, speziell dafür produzierte Folien mit rund 1,25 m Breite zum Einsatz.
  • Die angebotenen Dicken liegen zwischen 13 und 25 Mikrometer.
  • Um die Ballen fest gepresst zu halten, werden zwischen 2,8 und 5,5 Umwicklungen empfohlen.
  • Mantelfolien sind etwa doppelt so teuer wie Netze. 2.000 m Bindenetz kosten rund 85 Euro, die gleiche Lauflänge Mantelfolie 135 Euro. Auf einen mittleren Ballen gerechnet sind es 30 bis 40 Cent Netzkosten oder 60 bis 80 Cent für die Variante Mantelfolie.
     

Ballensilage: Wickeln mit Folie

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