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Grünland

Schleswig-Holstein: Positive Entwicklung bei Grünland

von , am
02.11.2013

Kiel - Schleswig-Holstein hat im Jahr 2013 rund 4,8 Prozent Dauergrünland im Vergleich zum Referenzjahr 2003 verloren. Verglichen mit 2012 stieg die Fläche 2013 jedoch leicht um 1.774 Hektar.

Die Definition und die Auslegungen des Dauergrünlandbegriffs ist für den DBV nicht eindeutig. © Mühlhausen/landpixel
Schleswig-Holstein hat im Jahr 2013 rund 4,8 Prozent Dauergrünland im Vergleich zum Referenzjahr 2003 verloren. Waren 2003 noch 362.649 Hektar Grünland, gab es dieses Jahr nur noch 341.322 Hektar. Verglichen mit 2012 stieg die Fläche 2013 jedoch leicht um 1.774 Hektar. Insgesamt ist etwa ein Drittel der Landesfläche Dauergrünland. Das teilte das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein auf Basis einer Auswertung des Bundes mit.
 
Schleswig-Holsteins Umwelt-und Landwirtschaftsminister Robert Habeck sieht die Notwendigkeit, Dauergrünland per Gesetz zu schützen, durch neue Zahlen zur Entwicklung von Grünland bestätigt. "Manche haben die Notwendigkeit eines Dauergrünlanderhaltungsgesetzes angezweifelt. Doch die Entwicklung zeigt, dass es gerade rechtzeitig verabschiedet wurde. Ohne unser Gesetz wäre das für Klima-, Boden- und Gewässerschutz extrem wichtige Dauergrünland jetzt völlig ungeschützt", sagte Habeck.

Ackerbau betriebswirtschaftlich oft attraktiver

Weil Ackerbau betriebswirtschaftlich für viele Landwirte attraktiver ist, wurde Dauergrünland bis 2008 massiv umgebrochen. Erst durch eine Dauergrünlanderhaltungsverordnung auf Grundlage von EU-Recht konnte dieser Umbruch gestoppt werden. Allerdings stellte sich dieses Jahr eine paradoxe Situation ein: Es bestand die Gefahr, dass die Verordnung hätte aufgehoben werden müssen. Denn sie darf nicht gelten, wenn im Vergleich zum Jahr 2003 der Verlust von Dauergrünland weniger als fünf Prozent beträgt - diese Quote ist nun unterschritten. Um zu verhindern, dass Grünland ungeschützt ist, hatte die Landesregierung ein Dauergrünlanderhaltungsgesetz auf den Weg gebracht, das der Landtag im September verabschiedete.

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