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Grünland-Tagebuch Teil 11

Tagebuch Heckenberger: Letzte Feldarbeiten vor dem Winter

Pflugeinsatz Heckenberger
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Anne Ehnts, agrarheute
am
23.10.2018

Junglandwirt Matthias Heckenberger berichtet alle 14 Tage über seine Grünlandmaßnahmen und den Einfluss auf die Milchleistung seiner Kühe. Dieses Mal wird den letzte Grasschnitt geerntet, der Winterweizen kommt in den Boden und der Traktor zum Futterschieben bekommt neue „Schlappen“.

Am 6. und 7. Oktober haben wir die abgeernteten Maisflächen mit Winterweizen bestellt. Ich habe gepflügt und mein Vater fuhr sofort mit der Sämaschine hinterher, um die Restfeuchte im Boden zu halten. Im Anschluss wurde mit der Güttler Prismenwalzerückverfestigt.

Am 17. Oktober haben wir auf unseren Grünlandflächen im Morr /Ried den 4. beziehungsweise 5.Heuschnitt gemäht. Der Ertrag ist mit 9 Rundballen pro Hektar sehr gut.

Am 21. und 22. Oktober haben wir dann den 6. und für dieses Jahr letzten Silageschnitt vom Grünland geholt. Für den letzten Schnitt wäre mir das Zeitfenster zwischen dem 25. und 30. Oktober eigentlich lieber gewesen, aber da sollte das Wetter schlechter werden und vor allem kühler. So konnten wir bei guter Witterung mit 14-17 Grad Celsius und Sonne ab mittags den letzten Schnitt einfahren.

Bei der Mahd des sanierten Grünlandes war ich total überrascht. Der Ertrag ist zwar sehr verhalten, aber der Bestand fast komplett geschlossen und eine super Grasnarbe hat sich etabliert. Beste Voraussetzungen für ein gutes Erntejahr 2019.

Bei den immer noch vergleichsweise hohen Bodentemperaturen wird das Gras dieses Jahr sicherlich nochmal nachschieben. Wir haben es so gemäht, dass es mit maximal 10 bis 12 cm Wuchshöhe in den Winter geht.

Innenwirtschaft: neue Technik reduziert Hitzestress für die Kühe

Seit diesem Sommer ist in unserem Stall ein Gerät (Kestrel) verbaut, das die Lufttemperatur und -feuchtigkeit misst und daraus einen Faktor für den Hitzestress der Kühe errechnet. Dieser sollte nie über 70 liegen. Sonst treten Fressunlust und Milchverluste auf.Wenn wir Menschen uns bei höheren Temperaturen noch wohlfühlen, können Kühe schon im leichten Hitzestress sein. Die Werte des Kestrel-Geräts werden mir per Bluetooth aufs Handy übertragen. So kann ich jetzt schneller reagieren und Lüfter und Beregnungsanlage im Stall früher und richtig einstellen. Das neue Gerät hat sich in unserem Betrieb schon bewährt.

Der Kälberboom reißt noch nicht ab. Laufend kalben weitere Kühe ab. Gleichzeitig werden aber auch andere Tiere wieder trocken gestellt.

Die Maissilage ist aktuell stabil. Das verdanken wir zum einen dem Einsatz von Siliermittel und zum anderender Tatsache, dass wir seit 8 Wochen täglich das Silo öffnen und wieder verschließen. So wirken wir einer Erwärmung entgegen, unterbrechen den Gärprozess aber nicht. Aktuell haben wir nämlich nur einen Vorschub von einem Meter pro Woche und das bei noch recht hohen Temperaturen.

Werkstatt: Der Futterschiebe-Traktor bekommt neue Puschen

Unser wichtigster Schlepper, der Rasentraktor, den wirtäglich bis zu 12 Mal zum Futterschieben einsetzen, „zickt wieder rum“. Dieses Mal zu Recht. Nach 20 Jahren darf der Mantel dann auch mal spröde sein und kaputtgehen. Wir haben neue bestellt, dieses Mal mit Ackerprofil für mehr Gripp im Winter. Da die Liederzeit allerdings bei 6 tagen liegt, müssen wir aktuell von hand Futter nachschieben und das 12 Mal am Tag.

Büro: Frühbezug kann sich richtig lohnen

Wir holen nach wie vor Angebote für Dünger ein, um einen möglichst guten Preis zu bekommen. Aus demselben Grund haben wir auch schon das Maissaatgut bestellt.

Mit Material von Heckenberger

Letzte Feldarbeiten und neue Technik im Stall

Maissilo Heckenberger
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