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Ökologische Vorrangflächen

Trockenschäden: Diese Länder geben Greeningflächen zur Nutzung frei

Trockenheit Weide
© agrarfoto
von am
04.07.2017

Aufgrund der Ernteverluste hat jetzt auch Brandenburg Greeningbrachen für die Fütterung freigegeben. Das Saarland und Rheinland-Pfalz gaben bereits die Erlaubnis.

Anhaltende Trockenheit und Hitze im Frühjahr und Frühsommer haben in Teilen Deutschlands und Österreichs für Ertragsausfälle bei Grünlandbeständen gesorgt. Um eine drohende Futtermittelknappheit zu verhindern, haben jetzt einige Bundesländer sowie ganz Österreich dass ökologische Vorrangflächen als Futterflächen freigegeben. Bedingungen wie das Verbot von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bleiben aufrecht. Ein Verkauf des auf diesen Flächen erzeugten Futters darf nicht erfolgen.

Landwirt Bützler: Grünland pflegen und Maschinen warten

Schweißen einer Wiesenschleppe
Diese Woche ging für Landwirt Bützler mit der Reparatur der Wiesenschleppe los. © Nordeifel Agrarvideos
Riss in einer Greifschaufel
Auch an der Greifschaufel fiel dem Landwirt ein Riss auf, daher wurde dieser gleich mit geschweißt. © Nordeifel Agrarvideos
Dübeln einer Eisenschiene
Außerdem löste sich die Eisenschiene, die dem Futterroboter als Markierung dient. © Nordeifel Agrarvideos
Reifen wechseln
Und der Anhänger hatte einen platten Reifen, der kurzerhand gewechselt wurde. © Nordeifel Agrarvideos
Grünland walzen
Nachdem alles repariert war, walzte Bützler am Dienstag die Flächen, auf denen der Wildschaden beseitigt wurde. © Nordeifel Agrarvideos
Wildschaden Grünland
Dabei fiel dem Landwirt auf, dass die Wildschweine einige der alten Löcher schon wieder aufgewühlt haben... © Nordeifel Agrarvideos
Mulchen am Hang
Anschließend wurden Hangflächen gemulcht. © Nordeifel Agrarvideos
Neue Bürsten für die Bürste
Und der Besen für den Radlader bekam neue Bürsten. © Nordeifel Agrarvideos
Radio auf dem Hof
"Mittwochs kam das Radio, um über meine Öffentlichkeitsarbeit und mein Hobby zu berichten", schreibt uns der Youtuber. © Nordeifel Agrarvideos
Feldrand mulchen
Anschließend wurde der Feldrand gemulcht, an dem sonst ein Zaun steht. "So können wir wieder sauber bis an den Graben mähen", so Bützler. © Nordeifel Agrarvideos
Flächenantrag
Auch wichtig: Am Mittwoch und Donnerstag arbeitete Landwirt Bützler am Flächenantrag. © Nordeifel Agrarvideos
Kreiselegge am Schlepper
Donnerstag holte der Landwirt die Kreiselegge aus der Maschinenhalle. Nachdem diese einsatzbereit war, konnten noch ein paar kleine Ecken auf der Wiese bearbeitet werden. © Nordeifel Agrarvideos
Bank aus Paletten
Außerdem fing Landwirt Bützler pünktlich zum guten Wetter mit dem Bau einer Terrassen-Bank aus Paletten an. "Davon haben wir eh genug", so der Landwirt. © Nordeifel Agrarvideos
Filter reinigen am Traktor
Freitag wurden an den Traktoren und dem Radlader die Luftfilter sauber gepustet. © Nordeifel Agrarvideos
Klaue mit Verband
Samstag stand Klauenpflege auf dem Plan. © Nordeifel Agrarvideos
Radlader waschen
Und der neue Radlader wurde geputzt. © Nordeifel Agrarvideos
Bier im Frühling
Mit dem sauberen Radlader setzte der Landwirt am Nachmittag noch einen Baucontainer für einen Freund um. Zur Belohnung gab´s eine Erfrischung. © Nordeifel Agrarvideos
Grill mit Fleisch
Sonntag genoss der Landwirt das gute Wetter nach einer erneut arbeitsreichen Woche. © Nordeifel Agrarvideos

Saarland gibt Sondererlaubnis

Auch das Saarland hat jetzt ökologische Vorrangflächen zur Nutzung freigegeben.  Dort betrug die durchschnittliche Niederschlagsmenge im April nur etwa 10 Prozent und im Mai knapp 28 Prozent des langjährigen Monatsmittels. Die Brachflächen können ab 1. Juli zur Ernte oder zur Beweidung genutzt werden.

Mit Material von aiz/dpa

Rheinland-Pfalz: Minister setzt sich für Landwirte ein

Auch in Rheinland-Pfalz droht aufgrund der Trockenheit Futterknappheit. Deshalb hat Landwirtschaftsminister Volker Wissing die Ökologischen Vorrangflächen zur Beweidung bzw. zum Mähen freigegeben. Ein Großteil der rund 13.000 ha umfassenden Ackerbrachen sei aktiv begrünt und biete somit eine gute Möglichkeit, die bestehenden Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen, sagte Wissing.

Zudem hat der Minister die Landwirtschaftliche Rentenbank gebeten, das Rentenbank-Programm zur Liquiditätssicherung entsprechend zu ergänzen. Damit könnten Betriebe, die aufgrund der Trockenheit starke Umsatzeinbußen oder zusätzliche Kosten für Futter zu verkraften haben, das zinsgünstige Darlehensangebot der Rentenbank nutzen.

Brandenburg: Tierhalter müssen Futterknappheit nachweisen

Ab 1. Juli räumt das Brandenburger Agrarministerium die Möglichkeit ein den Aufwuchs auf Brachen und Feldrandstreifen, die als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) eingestuft sind, zur Futtergewinnung (Schnitt) beziehungsweise zur Beweidung zu nutzen. Dazu sei bei den Landwirtschaftsämtern ein formloser Antrag zu stellen.

Die Tierhalter müssen vorab nachweisen, dass im Betrieb nicht genügend Futter vorhanden ist oder sein wird und andere Möglichkeiten zur Futtergewinnung ausgeschöpft sind. Die Bearbeitung und Bestätigung erfolgt durch die Landwirtschaftsämter.

Die Beweidung dieser Flächen durch Schafe oder Ziegen ist ab dem 1. August ohne gesondertes Verfahren zulässig.

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