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Ökologische Vorrangflächen

Trockenschäden: Diese Länder geben Greeningflächen zur Nutzung frei

Trockenheit Weide
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Katharina Krenn, agrarheute
am
04.07.2017

Aufgrund der Ernteverluste hat jetzt auch Brandenburg Greeningbrachen für die Fütterung freigegeben. Das Saarland und Rheinland-Pfalz gaben bereits die Erlaubnis.

Anhaltende Trockenheit und Hitze im Frühjahr und Frühsommer haben in Teilen Deutschlands und Österreichs für Ertragsausfälle bei Grünlandbeständen gesorgt. Um eine drohende Futtermittelknappheit zu verhindern, haben jetzt einige Bundesländer sowie ganz Österreich dass ökologische Vorrangflächen als Futterflächen freigegeben. Bedingungen wie das Verbot von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bleiben aufrecht. Ein Verkauf des auf diesen Flächen erzeugten Futters darf nicht erfolgen.

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Feldrand mulchen
Flächenantrag
Kreiselegge am Schlepper
Bank aus Paletten
Filter reinigen am Traktor
Klaue mit Verband
Radlader waschen
Bier im Frühling
Grill mit Fleisch

Saarland gibt Sondererlaubnis

Auch das Saarland hat jetzt ökologische Vorrangflächen zur Nutzung freigegeben.  Dort betrug die durchschnittliche Niederschlagsmenge im April nur etwa 10 Prozent und im Mai knapp 28 Prozent des langjährigen Monatsmittels. Die Brachflächen können ab 1. Juli zur Ernte oder zur Beweidung genutzt werden.

Mit Material von aiz/dpa

Rheinland-Pfalz: Minister setzt sich für Landwirte ein

Auch in Rheinland-Pfalz droht aufgrund der Trockenheit Futterknappheit. Deshalb hat Landwirtschaftsminister Volker Wissing die Ökologischen Vorrangflächen zur Beweidung bzw. zum Mähen freigegeben. Ein Großteil der rund 13.000 ha umfassenden Ackerbrachen sei aktiv begrünt und biete somit eine gute Möglichkeit, die bestehenden Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen, sagte Wissing.

Zudem hat der Minister die Landwirtschaftliche Rentenbank gebeten, das Rentenbank-Programm zur Liquiditätssicherung entsprechend zu ergänzen. Damit könnten Betriebe, die aufgrund der Trockenheit starke Umsatzeinbußen oder zusätzliche Kosten für Futter zu verkraften haben, das zinsgünstige Darlehensangebot der Rentenbank nutzen.

Brandenburg: Tierhalter müssen Futterknappheit nachweisen

Ab 1. Juli räumt das Brandenburger Agrarministerium die Möglichkeit ein den Aufwuchs auf Brachen und Feldrandstreifen, die als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) eingestuft sind, zur Futtergewinnung (Schnitt) beziehungsweise zur Beweidung zu nutzen. Dazu sei bei den Landwirtschaftsämtern ein formloser Antrag zu stellen.

Die Tierhalter müssen vorab nachweisen, dass im Betrieb nicht genügend Futter vorhanden ist oder sein wird und andere Möglichkeiten zur Futtergewinnung ausgeschöpft sind. Die Bearbeitung und Bestätigung erfolgt durch die Landwirtschaftsämter.

Die Beweidung dieser Flächen durch Schafe oder Ziegen ist ab dem 1. August ohne gesondertes Verfahren zulässig.

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