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Grünland

Umfrage: Mehrheit mit 1. Grünlandschnitt zufrieden

© agrar-press
von , am
28.05.2013

In unserer Umfrage haben wir uns für die Ertragslage Ihres 1. Grünlandschnitts interessiert. 47,8 Prozent schätzen ihn viel besser und 36, 2 Prozent ähnlich ein, als im Vorjahr.

Die Definition für Dauergrünland ändert sich 2015. © bem
In unserer aktuellen agrarheute.com-Umfrage wollten wir wissen, wie Sie die Ertragslage ihres 1. Grünlandschnitts im Vergleich zum Vorjahr einschätzen. Der lange Winter hatte seine Spuren hinterlassen und Anfang Mai lagen die Bestände in vielen Regionen um ungefähr drei Wochen zurück. Allerdings scheinen sich die Bestände erholt zu haben. 384 oder 47,8 Prozent Umfrage-Teilnehmer schätzen ihren ersten Schnitt "viel besser" ein und 291 oder 36,2 Prozent "ähnlich" dem Vorjahr. Lediglich 129 Teilnehmer oder 16 Prozent schätzen ihn als "viel schlechter" ein. Insgesamt haben 804 User an der Umfrage teilgenommen.

Ertragslage und Silagequalität?

Auch auf landlive.de hatten wir einen Thread zu der Thematik eröffnet und nach der Ertragslage zum ersten Grünlandschnitt gefragt. Viele waren mit der Menge zufrieden, haben aber bei der Qualität der Silage ihre Zweifel:
 
Lobbylandwirt schreibt: Gemäht am 15., siliert am 16. Mai. Der Ertrag ist mengenmäßig super, ich fürchte allerdings um die Qualität. Weidelgras und Wiesenrispe waren schon voll in der Blüte. Eine Woche früher an Christi Himmelfahrt hatten die ersten siliert, das wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen!
 
Porsche schätzt die Lage ähnlich ein: Ich denk, das bei uns so 60 Prozent der Grassilage eingefahren sind. Masse ist heuer top aber Qualität ist das große Manko. Denn bei uns scheint keine Sonne die dem Gras Zucker gibt. Die die bei uns schon eingefahren haben die haben es alle viel zu feucht bekommen den bei uns gings maximal an zwei Tagen aber auch mit wenig Sonnenschein.
 
Hussi87 schätzt die Qualität durchschnittlich ein: Wir haben am 19. Mai siliert. Letzte Woche ist hier in der Umgebung gut 80 Prozent weggekommen was zum silieren bestimmt war. Wetter hat auch einigermaßen gepasst letzte Woche. Wenn dann war da mal ein kleiner Schauer aber keine größeren Regenmengen. Ertrag ist spitze. Deutliche mehr als die letzten Jahre. Vom Schnittzeitpunkt wars noch ok - denke durchschnittliche Qualität bei gutem Ertrag.
 
Und jw schreibt am 22.05.: Also bei uns in der Gegend ging alles, was für Silage bestimmt war, letzte Woche unter die Plane, Menge war gut, der Löwenzahn hatte gerade zum abblühen begonnen , als denke ich hat der Schnittzeitpunkt gerade recht gepasst, das Wetter lies auch keinen anderen Zeitpunkt zu, aber nass ist auch keiner geworden, wir können zufrieden sein.

Rehkitze beim Mähen besonders gefährdet

Mehr als 100.000 Tiere werden jährlich bei der Grünlandmahd getötet. Nach dem Fuchs sind die Mähmaschinen der größte Feind der Rehkitze. Bei Rehen ist der Grund dafür der sogenannte „Drückinstinkt“ der Jungtiere in den ersten Lebenstagen: Anstatt zu fliehen, verharren die Kitze meist reglos auf dem Boden, sobald ihnen Gefahr droht. Zur Rettung von Rehkitzen ist ein Forschungsprojekt des Bundeslandwirtschaftsministeriums beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen angelaufen. Um die Forschung zu intensivieren, fördert das BMELV das Projekt „System und Verfahren zur Rehkitzrettung während der Grünlandmahd“ mit rund 2,45 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen beträgt rund 3,3 Millionen Euro, die Laufzeit ist auf dreieinhalb Jahre angelegt. Ziel des Projekts ist die Erforschung und Erprobung nutzertauglicher Systeme zur Kitzrettung. Die Grundlage dafür liefert ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Projekt, bei dem verschiedene technische Lösungsvorschläge zur Wildrettung untersucht wurden.

Hofreport: Heuernte auf dem Betrieb Zirngibl

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