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Allgemeines

Wann kann die Gülle aufs Feld?

© landpixel
von , am
19.02.2013

Derzeit stehen viele viehhaltende Betriebe aber auch Biogasanlagenbetreiber in den Startlöchern, um mit der Gülleausbringung beginnen zu können.

Offiziell endet die Sperrfrist bei der Gülleausbringung am 31. Januar. © Mühlhausen/landpixel
Wie es in einer Meldung der Saaten-Union heißt, sind viele Betriebe mit der Güllelagerung an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. In einigen Regionen hätten die ergiebigen Niederschläge im Herbst diese Situation noch verschärft.
 
Laut DüngeVerordnung (§3 Absatz 5) muss der Boden bei der Ausbringung in der Lage sein, Nährstoffe aufnehmen zu können. Der Boden ist demnach nicht aufnahmefähig, wenn er
 
  • überschwemmt,
  • wassergesättigt,
  • gefroren oder
  • durchgängig höher als 5 cm schneebedeckt ist. 
Diese Regelung gilt für Ackerland und Grünland gleichermaßen. Der Landwirt hat sich zu vergewissern, ob der Boden aufnahmefähig beziehungsweise angetaut ist. Wenn der Boden durchgängig gefroren und über Tag nicht angetaut ist, ist die Ausbringung nicht erlaubt.

Diskussion auf landlive.de

Auch auf landlive.de wird das Thema seit einer Woche heiß diskutiert. So hat FendtDriver95 langsam keinen Platz mehr für seine Gülle und sucht nach Hilfe: "Ist von euch schon jemand gefahren bzw. habt ihr noch Platz? Bei uns in der Gegend siehst allmählich sehr eng aus mit dem Lagerplatz, haben noch knapp 20 cm Schnee und Nachts 10 Grad Minus.." Der User 2011 kann sich da allerdings nur wundern: "Wieso kann jetzt der Lagerraum für Gülle schon voll sein, habt ihr noch nichts von sechs monatiger Lagerraumkapazität gehört? Wie habt Ihr eure Ställe oder Anlage genehmigt bekommen? Bei mir wurde sechs Monate Lagerraum verlangt bevor ich die Baugenehmigung erhalten habe."
 
Schaumburger zitiert aus der Düngeverordnung und fügt hinzu: "...der Boden muß tagsüber auftauen (antauen, laut Düngeverordnung reichen schon wenige mm da ja zum Beispiel bei 20 m³/ha auch nur zwei Liter/m² ausgebracht werden und diese dann mit dem Boden in Kontakt kommen, einsickern) und die Randabstände zu Gräben und Wasserläufen eingehalten werden. Es darf auch nur auf Flächen gegüllt werden, die nicht abschwemmgefährdet sind wie es z. B. Hanglagen sind. Ebene Flächen dürfen gegüllt werden."
 
BeastlyBomm hat noch einen Tipp zum überlaufenden Güllepot: "Vor zwei Jahren habe ich von der technischen Lösung gehört, Gülle/Gärsubstrat, etc. in Fest- und Flüssigphase zu separieren. Das soll 20 bis 30 Prozent Raumgewinn im Tank bringen und die festen Stoffe sind wie Mist handhabbar. Es sollte mittlerweile auch Anbieter geben die sowas mobil anbieten."
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