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Hackschnitzelheizung: Holzasche als Ersatz für Dünger nutzen?

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am Freitag, 18.11.2022 - 05:00 (1 Kommentar)

Eigentlich gilt die Holzasche aus Heizkraftwerken als Abfall. Ein Kalkwerk in Bayern zeigt, dass die Asche aus Hackschnitzel-Kraftwerken eine günstigere Alternative zu herkömmlichen Düngern sein kann.

Ein Kalkwerk im bayrischen Lauterhofen stellt aus Holzasche Dünger her. Enthalten sind Kalk, Kali und Phosphat.  Bisher wird Phosphat meist aus Südafrika importiert. Die weiten Transportwege führen zu einer hohen CO2-Belastung. Hermann Trollius, Leiter des Werks, möchte dies künftig vermeiden. Ein Video der BR-Reihe „Unser Land“ stellt das Projekt zu Düngern aus Asche vor.

So lässt sich Asche nachhaltig verwenden

Das Projekt „AshUse“ des Technologie- und Förderzentrums Straubing verfolgt das Ziel, Asche wieder in den Nährstoffkreislauf einfließen zu lassen, damit sie künftig nicht mehr auf der Mülldeponie landen. „AshUse“ klärt die Bauern, die mit Asche düngen, auf und übernimmt damit auch die komplexen juristischen Aspekte der Nutzung.

Die Holzasche stammt aus Hackschnitzelkraftwerken aus der Umgebung. Bislang bedarf die Verwertung von Holzasche einer noch aufwendigen und teuren Analytik auf einem bisher kleinen Markt.  

Asche ist voller Nährstoffe

Das könnte sich aber bald ändern. Die Reste der Bäume enthalten viele Nährstoffe. Sie eignet sich gut als Dünger mit den Inhaltsstoffen Calcium, Magnesium, Kalium und Phosphor. Vor dem Verarbeiten analysieren Labors die Holzasche auf Giftstoffe.

Der Dünger aus Lauterhofen ist klimaschonend und auch günstig. Das ist gerade in Zeiten der steigenden Energiekrise von hoher Bedeutung. So lässt sich zugekaufter Mineraldünger einsparen.

Wissenschaftler vom Technologie- und Förderzentrum in Straubing haben in Versuchen festgestellt, dass mit dem Holzasche-Dünger deutliche bessere und höhere Bestände an Mais und Ackerbohnen entstanden sind.

Mit Material von BR

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