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Aus der Wirtschaft

Harnstoff: Preise steigen nur moderat

von , am
25.01.2013

Für die Frühjahrsbestellung 2013 auf der Nordhalbkugel erwarteten die meisten Hersteller bislang einen kräftigen Nachfrageschub.

Die Harnstoffpreise liegen gerade 30 Euro unter dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
Im letzten Jahr hatte die anziehende Nachfrage im Frühjahr 2012 jedenfalls zu einem kräftigen Preissprung von etwa 40 Prozent geführt. Im Unterschied zum Jahr 2012 dürften die globalen Bestände diesmal jedoch deutlich höher sein und auch einen stärkeren Nachfrageanstieg ganz gut abpuffern. Bislang steigen die Preise jedenfalls nur sehr moderat und auch die nächste zwei Monate zeigen die Kontraktpreise derzeit nur modert nach oben.

In den USA kaum höhere Preise erwartet

Hinzu kommt, dass sich in den USA infolge der Trockenheit des letzten Jahres noch erhebliche Mengen nicht aufgeschlossener Stickstoffdünger im Boden befinden. Damit könnte der Nachkaufbedarf der Farmer trotz der erneuten kräftigen Flächenhausweitung bei Mais und auch Soja kleiner ausfallen als erwartet. Dieses Szenario bestätigen jedenfalls die aktuellen Spotmarktpreise (fob Gulf) in den USA, die derzeit ebenfalls nur von einem moderaten Preisanstieg bis zum Frühjahr (März) von allenfalls 15 USD/t auf knapp 430 USD/t ausgehen.

Moderater Preisanstieg in Europa

Autor: Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Auch in Europa dürften sich die Harnstoffpreise bis zum Frühjahr 2013 wohl nur moderat nach oben bewegen. Das lässt jedenfalls die aktuelle Entwicklung an den wichtigsten internationalen Spotmärkten erwarten. Mitte Januar kostete Harnstoff fob-Schwarzmeerhafen Yuzhny jedenfalls rund 385 USD/t und damit rund zehn USD/t mehr als im Dezember. Für den Februartermin bewegten sich die Preise dann knapp unter der Marke von 400 USD/t. Daran hat sich auch bis zur dritten Januarwoche nichts geändert. An den deutschen Importhäfen stiegen die Preise im Verlauf des Januar ebenfalls nur moderat um rund 10 Euro an und pendelten zuletzt zwischen 390 und 395 Euro/t (520 bis 525 USD USD). Der feste Euro hat den Einkauf zudem für die Europäer zuletzt wieder etwas günstiger gemacht.
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