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Heute endet die Spargelsaison

© landpixel
von , am
24.06.2014

Wer nochmals richtig frischen Spargel haben möchte, der muss sich sputen. Denn die Spargelsaison 2014 geht jetzt zu Ende. Offiziell läuft heute, am Johannistag, die Ernte aus.

Wenig Spargel zu Ostern: Die Spargelernte läuft dieses Jahr in vielen Regionen Deutschlands nur langsam an. © agrar-press
"Es war eine der besten Spargelsaisons überhaupt", sagt der Geschäftsführer des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeerbauern, Bruchsal (Baden-Württemberg). Spargelanbauer im Südwesten hätten in diesem Jahr so viel Stangengemüse geerntet wie schon lange nicht mehr. Der milde und sonnenreiche Winter habe eine gute Ernte ermöglicht. Außerdem seien frühe Spargelsorten und die Anwendung spezieller Folien ausschlaggebend für das gute Wachstum.
 
Die Spargelsaison endet traditionell heute am 24. Juni (Johanni). Es handelt sich aber um kein eisernes Gesetz. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen (LWK) entscheidet eher der Zustand der Spargelpflanzen über das Ende der Saison. Eine Verlängerung sei durchaus möglich. Nach Berechnungen der LWK hätten im "Spargelland Nummer eins" viele Betriebe ihre Erntemenge nicht erreicht. Das Fazit zur Saison fällt in den Bundesländern verschieden aus.

Schleswig-Holstein beendet Saison pünktlich

Wegen des sehr frühen Saisonstarts bereits Anfang April werden die meisten Spargelbetriebe in Schleswig-Holstein ihre Saison 2014 auch pünktlich zu Johanni beenden, teilte die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein mit. Spargel aus Schleswig-Holstein wird nur noch vereinzelt von einigen Betrieben bis Ende Juni an Ständen und in Hofläden zu haben sein. Denn die Saison für Spargelerzeuger und Konsumenten war diesmal sehr lang, begann sie doch schon Anfang April. Ganz zu Beginn des Monats April hatten sich viele Verbraucher auf das typische Frühsommergemüse noch nicht eingestellt und Angebot und Verkaufszahlen des Spargels waren gering. Doch bereits zu Ostern wurde der König des Gemüses gut verkauft wie auch zu Pfingsten.

Große Mengen, kleine Preise

Die Erzeuger zeigten sich mit dem Absatz im Mai und Juni zufrieden, allerdings erreichten die Preise das Vorjahresniveau nicht. Grund dafür waren größere Spargelmengen aus dem gesamten Bundesgebiet, die gleichzeitig auf den Markt kamen.
 
Für die Verbraucher gab es zeitweise Spargel satt zu annehmlichen Preisen von unter acht Euro das Kilo. Etwas mehr bezahlen mussten sie in der Tendenz direkt ab Hof vom Erzeuger. In Schleswig-Holstein wird auf rund 400 Hektar von rund 70 Betrieben Spargel angebaut, in dieser Saison sprechen Experten von einem guten Ertragsniveau. Die Erntemenge dürfte nach ersten Einschätzungen bei rund 1.800 Tonnen liegen. Grund dafür, dass wir bereits im April in Schleswig-Holstein Spargel ernten und essen können, sind die Minitunnelsysteme, also Doppelfolienabdeckungen, mit denen rund 25 Prozent der Spargelanbaufläche bedeckt sind. Der Spargel aus Schleswig-Holstein wird zu 90 Prozent direktvermarktet.

Hessen greift an 10.000-Tonnen-Marke an

Auch die Thüringer Bauern sind nach Angaben der öffentlichen Presse mit dem Ertrag von rund 1.400 Tonnen zufrieden. Die Erzeuger in Hessen können sich nach zwei schwächeren Jahren darauf freuen, die 10.000-Tonnen-Marke zu durchbrechen. Weniger erfreut sind die Gemüsebauern in Sachsen-Anhalt. Nach Berichten rechnen sie mit 670 Tonnen Ausbeute. Im vergangenen Jahr waren es 720 Tonnen.
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