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Aus der Wirtschaft

IGC: Globale Weizen- und Maiserntemenge wächst weiter

© Mühlhausen/landpixel
von , am
05.11.2014

Zum Monatswechsel hat der Internationale Getreiderat (IGC) die globale Weizen- und Maisernte auf einen neuen Rekordwert nach oben gesetzt. Aber auch der Verbrauch erreicht ein neues Rekordniveau.

Weizenernte 2014/2015: Sie könnte die Rekord von 2013/2014 brechen. © José16/fotolia.com
Nach Einschätzung des IGC wird die neue globale Weizenernte 2014/15 mit 717,6 Millionen Tonnen die bisherige Rekordernte aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 (712,5 Mio. t) um rund 5,1 Mio. t übertreffen. Die Ursachen für die nochmals nach oben gesetzte Erntemenge beim Weizen sind weitere Aufwärtskorrekturen für die Weizenernten in der Europäischen Union und in der Ukraine sowie in geringem Umfang auch in den USA und in China.
 
Allerdings gab es auch Abwärtskorrekturen für die Weizenernte in Australien, in Kasachstan und in Kanada. Deutlich nach oben korrigiert haben die IGC-Experten ihre Erwartungen an den Export.

EU-Weizenernte 2014/2015: Rekordwert von 154,1 Mio Tonnen

Im Vergleich zur September-Prognose hat der IGC seine Ernteerwartung nochmals um 1,0 Mio. t nach oben gesetzt. Ursachen sind die größeren Ernten in der Europäischen Union und in der Ukraine. Die EU-Ernte wurde vom IGC im Vergleich zur September-Schätzung um 1,0 Mio. t auf den neuen Produktionsrekord von 154,1 Mio. t (Weich- und Hartweizen) angehoben und wäre damit 11,0 Mio. t größer als im letzten Jahr (143,1 Mio. t). Das USDA hat die europäische Ernte Mitte Oktober ebenfalls auf 154,0 Mio. t veranschlagt. Für China hat der IGC seine Ernte-Prognose um 0,3 auf den Rekordwert von 125,3 Mio. t (Vorjahr 121,9 Mio. t) nach oben gesetzt. Das USDA schätzt die chinesische Ernte auf 126 Mio. t.
 

Maisernte 2014/2015: zweitgrößte Ernte überhaupt

Auch die Erwartungen an die neue globale Maisernte hat der IGC ein weiteres Mal nach oben korrigiert. Mit knapp 980 Mio. Tonnen wäre die Maisernte 2014/15 die zweitgrößte bislang eingebrachte globale Maisernte. Gegenüber der September-Schätzung (974,2 Mio. t) hat das IGC die erwartete Produktion um weitere 5,5 Mio. t nach oben gesetzt. Die neue US-Maisernte erwartet der IGC jetzt bei 365 Mio. t und damit 5 Mio. t größer als noch im September und deutlich größer als die bisherige Rekordernte aus dem letzten Jahr von 353,7 Mio. t. Das USDA schätzte die kommende US-Ernte Mitte Oktober sogar auf 368 Mio. t und damit 14 Mio. t größer als im Vorjahr.
 

EU-Maisernte: Knapp 73 Mio Tonnen

Für die Europäische Union hat der IGC die Erntemenge jetzt auf 72,9 Mio. t angehoben, nach 70,7 Mio. t in der September-Prognose und 64,0 Mio. t im Vorjahr. (Der bisherige europäische Rekord von 68,1 Mio. t stammt aus dem Jahr 2008). Damit schätzt der IGC die europäische Ernte auf einem ähnlichem Niveau wie die meisten europäischen Analysten und etwas größer als das USDA (71,0 Mio. t). Den europäischen Import sieht der IGC nur noch bei 6,0 Mio. t (Sept.: 7,5 Mio. t) nach dem Rekordwert von 16,1 Mio. t im letzten Jahr. Das USDA hielt zuletzt Importe von 7,0 Mio. t für möglich. Eine Maisproduktion von 213,8 Mio. t erwartet die IGC-Analysten Ende Oktober für China.

Verbrauch bei Weizen und Mais hoch

Die globale Verbrauchsmenge beim Weizen schätzt der IGC auf den neuen Rekordwert von 710 Mio. t und damit 1,0 Mio. t größer in der September-Prognose. Dabei wurde der Verbrauch von Futterweizen im Vergleich zur letzten Schätzung leicht um 1,2 Mio. t auf 139,1 Mio. t nach unten gesetzt. Gleichzeitig nimmt der IGC die Endbestände im Vergleich zu letzten Schätzung um 1,6 Mio. t auf 192,9 Mio. t zurück.
 
Auch beim Mais wachsen aufgrund der Rekordernte die globalen Bestände an. Gleichzeitig nimmt jedoch auch der Verbrauch kräftig zu. Ende Oktober hat der IGC die erwarteten Endbestände nochmals nach oben korrigiert. Erwartet wird ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 18,4 Mio. t auf etwa 194,1 Mio. t (Sept: 191,4 Mio. t). Damit könnte der bislang größte Endbestand aus dem Jahr 1999 (194,4 Mio.t) fast erreicht werden. Der Verbrauch soll um etwa 22 Mio. t auf 961,2 Mio. t (Sept: 958,5 Mio. t) von zuvor rund 939 Mio. t zunehmen. Damit würde die globale Verbrauchsmenge einen neuen Rekordwert erreichen.
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