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Immer mehr transgene Pflanzen auf den Feldern

von , am
19.03.2010

Gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen regt sich in Deutschland massiver Widerstand, zudem besteht mit wenigen Ausnahmen ein Anbauverbot. Weltweit werden diese Vorbehalte jedoch nicht geteilt.

Reife Sojabohnenschoten Brasilien
© Junior Gobira/fotolia

In anderen Ländern ist der Anbau transgener Nutzpflanzen weit verbreitet und steigt mit deutlichen Zuwachsraten. Allein von 2007 bis 2009 nahm die Fläche, die mit gentechnisch veränderten (GV-) Pflanzen bestellt war, von 114,3 Millionen Hektar (ha) auf 134 Millionen ha zu.

Den größten Anteil daran hatten die USA mit immerhin 64 Millionen ha. Hier war der Zuwachs gegenüber dem vorangegangenen Jahr mit zwei Prozent allerdings moderat. Deutlich aufgeholt hat Brasilien, das mit einer Anbaufläche von 21,4 Millionen ha und einem Zuwachs von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr an zweiter Stelle liegt. Dicht dahinter folgt Argentinien mit einer Anbaufläche von 21,3 Millionen ha. Größere Bedeutung hat der Anbau von GV-Pflanzen auch in Indien mit 8,4 Millionen ha und in Kanada mit 8,2 Millionen ha.

Soja: Über 50 Prozent transgen

Dagegen spielen GV-Pflanzen in Europa kaum eine Rolle, hier sank der Anbau sogar von 107.000 ha auf knapp 95.000 ha. Größte Bedeutung hat der Anbau von GV-Sorten beim Sojaanbau. Darauf entfällt mit 69 Millionen ha bereits mehr als die Hälfte des gesamten Anbaus transgener Pflanzen. Zudem sind dies mehr als drei Viertel des gesamten Sojaanbaus, vor allem in den USA, Argentinien und Brasilien.

GV-Mais: Anbau nimmt klar zu

Deutlich zugenommen hat der Anbau von GV-Mais, und zwar gegenüber 2008 um 13 Prozent auf 42 Millionen ha, das waren 26 Prozent der weltweiten Maisfläche. Mit weiteren 16 Millionen ha steht gentechnisch veränderte Baumwolle in der Anbaustatistik, die Hälfte davon in Indien. Um zehn Prozent gegenüber 2008 hat der Anbau von GV-Raps zugenommen, der im vergangenen Jahr auf 6,4 Millionen ha wuchs - vor allem in Nordamerika.

GVO-Anbau: 90 Prozent Kleinbauern in Entwicklungsländern

Schätzungsweise 14 Millionen Bauern säten 2009 GV-Pflanzen aus, 700.000 mehr als im Jahr zuvor. 90 Prozent davon waren Kleinbauern in Entwicklungsländern einschließlich Brasilien und China. Auf sie entfielen allerdings nur 46 Prozent der Anbaufläche. Als Gründe für den Anbau von GV-Pflanzen werden insbesondere Resistenzen gegenüber Schadorganismen sowie bestimmten Herbiziden angegeben. Weil insbesondere beim Soja der GV-Anbau bereits überwiegt, droht Europa allerdings wegen der Nulltoleranz der Gemeinschaft gegenüber hier nicht zugelassenen Sorten ein Versorgungsengpass bei Eiweißfuttermitteln. (lpd/pd)

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