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Immer weniger gefragt: Große, runde Tomaten

von , am
05.07.2013

Bonn - Große, runde Tomaten landen immer seltener in den Einkaufskörben der Verbraucher. Der Trend geht zur kleinen Tomate. Die lieferen zwar weniger Ertrag, dafür sind sie höherpreisig.

Bio oder kein bio: Das soll die neue Analysemethode klären. © landpixel
Private Haushalte in Deutschland kauften in den vergangenen acht Jahren immer weniger Tomaten ein. Im Zeitraum von Januar bis Mai sind die Einkaufsmengen nach einer AMI Analyse auf Basis des GfK Haushaltspanels seit 2006 jährlich um knapp zwei Prozent (80 g/Haushalt und Jahr) gesunken.
 
Von Januar bis Mai 2013 nahm ein Haushalt im Durchschnitt nur noch 4,17 Kilogramm (kg) Tomaten mit nach Hause.

Kleine Tomaten: Weniger Ertrag, höherer Preis

Erzeuger und Handel müssen sich deswegen aber keine Sorgen machen, meint die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).
 
Das eingekaufte Sortiment habe sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Der Trend gehe immer mehr zu kleineren Tomatentypen. Der Anteil von Cherry- und Cocktailtomaten ist allein in den vergangenen fünf Jahren von 29 auf 39 Prozent (%) gestiegen. Und von diesen kleineren Tomaten entfallen wiederum 60 % auf Strauchtomaten.
 
Bei den kleinen Tomatentypen sind die Flächenerträge zwar geringer, die zu erzielenden Preise sind aber auch deutlich höher. So lag der Anteil der Cherry- und Cocktailtomaten an den Verbraucherausgaben in den ersten Monaten dieses Jahres schon bei über 50 %.
 
Die durchschnittlichen Verbraucherausgaben stiegen deshalb seit 2006 jährlich um knapp ein Prozent (acht Ct/Haushalt und Jahr). Von Januar bis Mai 2013 gab ein Haushalt im Durchschnitt 12,50 Euro für Tomaten aus.

Normal große Tomaten verlieren an Bedeutung

Strauchtomaten normaler Größe verlieren dagegen an Bedeutung - zuletzt waren es nur noch knapp 38 %. Noch stärker rückläufig entwickelt sich der Anteil runder Tomaten, der zuletzt nur noch zwölf Prozent der Einkaufsmengen ausmachte. Vor fünf Jahren waren es noch 19 %. 
Der Markt für Tomaten wird auf dem Deutschen Obst & Gemüse Kongress (DOGK) am 19./20. September in Düsseldorf unter die Lupe genommen. Dort wird auch diskutiert, in wie weit die immer stärker zu beobachtende Regionalisierung den Tomatenmarkt beeinflusst. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.fruchthandel.de/dogk/ oder unter Telefon 0221-94714-510.
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