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Info-Portal zum Pflanzenschutz in Sonderkulturen online

von , am
30.01.2015

Der Pflanzenschutz in kleinen Kulturen gestaltet sich schwierig, da oft geeignete Mittel fehlen. Anbauer von Sonderkulturen können sich ab jetzt auf einem neuen Internet-Portal über Pflanzenschutz-Lösungen informieren.

Majoranernte: Landwirte haben für Sonderkulturen wenige Mittel zum Pflanzenschutz zur Verfügung. © landpixel
Der Pflanzenschutz in kleinen Kulturen gestaltet sich aufgrund fehlender Mittel schwierig - egal ob es sich um biologischen oder chemischen Pflanzenschutz handelt. Ein Grund dafür ist, dass die Erforschung aufwändig und teuer ist. Zusätzlich hat sich für Sonderkulturen mit Einführung der EU-weiten Indikationszulassung zum 1. Juli 2001 die Zulassungssituation noch verschlechtert.
 
Daher arbeiten der Bund, das Julius-Kühn-Institut und die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer daran, für diese Kulturarten praktikable Lösungen anzubieten. Das Julius-Kühn-Institut hat jetzt das Web-Portal 'Lückenindikationen - Pflanzenschutz in Sonderkulturen' freigeschaltet.

Info-Portal zur Lückenindikation beim Pflanzenschutz

Das neue JKI-Portal "Lücken" informiert über allgemeine Rahmenbedingungen, gesetzliche Grundlagen und Verfahrensbeschreibungen, über nationale und internationale Strukturen, Kooperationen, Zuständigkeiten und Entwicklungen. Projekte und durchgeführte Arbeiten auf dem Gebiet der Lückenindikationen sind ebenfalls recherchierbar.
 
Kontinuierliche Aktualisierungen und Berichte über die nationalen "Lückenarbeiten" sollen helfen, sich rasch und umfassend mit neuesten Informationen zu versorgen. "Mehr als 5.300 Anwendungsgebiete wurden zur Zulassung beantragt und bearbeitet. Für viele kleine Kulturen wurde damit der Anbau ermöglicht bzw. sicherer gemacht", resümiert Dr. Mario Wick, Experte am Julius Kühn-Institut.

Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln verbessern

Der Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) hat zum vordringlichen Ziel die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln zu verbessern und geeignete Resistenzstrategien für Sonderkulturen zu entwickeln. Bis zum Jahr 2023 sollen in 80 Prozent aller relevanten Anwendungsgebiete mindestens drei Wirkstoffgruppen zur Verfügung stehen.
 
In Zusammenarbeit mit den Pflanzenschutzdiensten der Länder und den Verbänden wurde für Deutschland eine Liste der vordringlichsten Pflanzenschutzprobleme in kleinen Kulturen (Needs Liste) erstellt.  In Intervallen von ca. drei Jahren soll der Erfüllungsstand der Vorgaben des Nationalen Aktionsplans in Bezug auf geringfügige Anwendungen anhand dieser Needs-Liste überprüft werden.

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