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Pflanzenschutz

Integrierten Pflanzenschutz rechtssicher nachweisen: Pflicht ab 2021

Gelbschale im Raps
am Freitag, 21.05.2021 - 12:00 (1 Kommentar)

Ab 2021 müssen Landwirte in Deutschland nachweisen, dass sie den Integrierten Pflanzenschutz anwenden. Diese Regeln sind nun einzuhalten und so werden sie kontrolliert.

Ab diesem Jahr müssen Landwirte nachweisen, dass sie die Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes (IPS) auf ihren Betrieben umsetzen.

Dazu haben die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer eine Broschüre veröffentlicht. Sie gibt Informationen darüber, wie sich der IPS rechtssicher auf den Betrieben umsetzen lässt.

Diese Punkte werden bei Betriebskontrollen abgefragt:

Ein Fragebogen dient als Nachweis bei der Dokumentationspflicht. Er deckt die acht allgemeinen Grundsätze des IPS ab, die aus dem Pflanzenschutzgesetz und dem EU-Recht stammen. Diese sind:

  • Vorbeugung und Hygiene,
  • Überwachung,
  • Schwellenwerte,
  • Alternative Verfahren,
  • Schutz von Umwelt und Nichtzielorganismen,
  • Begrenzung auf das notwendige Maß,
  • Resistenzmanagement,
  • Erfolgskontrolle.

Jeder Landwirt muss den Fragebogen ausfüllen und ihn zusammen mit den anderen Pflanzenschutzunterlagen aufbewahren. Bei Betriebskontrollen fragen die Kontrolleure den Integrierten Pflanzenschutz mit ab. 

Kulturspezifische Leitlinien beachten

Hintergrund ist der Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP), der bereits 2013 beschlossen wurde. Er soll die 8 Grundsätze des IPS  aus dem EU-Recht auf nationaler Ebene umsetzen.

Ziel ist es, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verringern, um Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren und Resistenzen zu vermeiden.

Die konkreten Leitlinien dazu haben die Offizialstellen der Länder in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Fachverbänden erarbeitet. Neben den allgemeinen Vorgaben gibt es noch kulturspezifische Leitlinien, etwa für Mais, Raps oder Hopfen.

Sie mussten einen dreistufigen Anerkennungsprozess durchlaufen und lassen sich auf der Webseite des Bundesministeriums zum NAP einsehen.

Hinweise zum IPS im Getreidebau hat etwa der Bauernverband zusammengestellt.

Mit Material von Landwirtschaftskammer Niedersachsen
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