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Wirtschaft

Kalipreise im Keller - K+S in der Krise

Kalibergwerk
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Katharina Krenn, agrarheute
am
10.02.2016

Für den Düngemittelhersteller K+S sind die Zeiten derzeit wenig rosig. Kurseinbruch, sinkende Kalipreise und ein Werk, das kaum produziert. Aber der Konzern-Chef glaubt an steigende Düngerpreise.

Nachdem sich die Übernahme durch den kanadischen Produzenten Potash zerschlagen hat, ist der Aktienkurs von K+S  in den Keller gegangen. Zudem sind die Preise für Kaliumchlorid stark gefallen. Doch K+S-Chef Norbert Steinert blickt weiterhin positiv in die Zukunft. Er  erwartet eine gute Nachfrage für die Frühjahrsdüngung in Europa. „Dort haben sich die Preise ja auch ganz ordentlich gehalten. Das gilt insbesondere für unsere Düngemittelspezialitäten“, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

Kalipreise abgestürzt

Die Kalipreise sind in den Überseemärkten teilweise auf ein Niveau von 250 Dollar je Tonne eingebrochen. Die Gründe dafür sieht Steiner darin, dass die Agrarpreise aufgrund hoher Bestände bei wichtigen Agrarrohstoffen, wie zum Beispiel Weizen, rückläufig sind. Daher sei die Nachfrage derzeit zurückhaltend, bis neue Impulse gesetzt werden. Außerdem stecke mit Brasilien eines der wichtigsten Abnehmerländer in einer tiefen Krise.

Produktion gedrosselt

Nach wie vor produziert das Werk Werra nur begrenzt aufgrund der eingeschränkten Versenkerlaubnis. Zeitweilige Stillstände von Teilen des Werkes schließt der Konzern-Chef nicht aus. „Wir managen die Situation bisher jedoch sehr gut, so dass bisher keine spürbaren Einschränkungen entstanden sind. Wir rechnen nach wie vor mit der Genehmigung im Sommer dieses Jahres.“

K+S bald nicht mehr DAX-notiert?

Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass K+S infolge des Kursrückgangs schon bald nicht mehr dem DAX angehören wird. Auf die Frage Welche Auswirkungen dies auf das Unternehmen hätte, antwortete Steiner: „Für die Mitgliedschaft gibt es klare Kriterien der Deutschen Börse, deren Erfüllung nach dem starken Kursrückgang eine große Herausforderung ist. Auch im MDAX wäre K+S kein Unternehmen minderer Qualität. Der Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit würden uns auch weiterhin Beachtung widmen, davon bin ich fest überzeugt.“

 

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