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Zu kalt: Spargel zieht die Köpfe ein

© ap/agrarpress
von , am
12.04.2013

Die hiesige Spargelsaison ist auch Mitte April noch nicht richtig in Gang gekommen. Für das edle Gemüse ist es derzeit noch zu kalt. Außerdem fehlt die nötige Sonneneinstrahlung.

Wenig Spargel zu Ostern: Die Spargelernte läuft dieses Jahr in vielen Regionen Deutschlands nur langsam an. © agrar-press
Niedrige Temperaturen und vor allem fehlende Sonneneinstrahlung haben dieses Jahr einen ähnlich frühen Saisoneinstieg wie in den vergangenen Jahren verhindert. Und auch die für nächste Woche angekündigten höheren Temperaturen werden die Erntemengen zunächst nur langsam steigen lassen.
 
Erst ab der 17. Woche werden größere Mengen von den foliengeschützten Dämmen erwartet.

Sonne und Wärme: Gut für Wachstum und Absatz

Eine Befragung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) unter deutschen Spargelproduzenten und Erzeugermärkten lässt für die Saison 2013 eine etwas größere Spargelanbaufläche als im Vorjahr erwarten. 2012 wurden in Deutschland auf einer Fläche von 19.328 Hektar (im Ertrag) rund 102.400 Tonnen Spargel geerntet.
 
Der späte Saisonstart ist noch kein Grund, für 2013 eine geringere Erntemenge zu erwarten. Wieviel Spargel tatsächlich geerntet wird, hängt wesentlich vom Witterungsverlauf während der Saison ab. Nicht nur das Angebot, auch die Nachfrage nach frischem Spargel wird stark von der Witterung beeinflusst. Sonnenschein und Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius sind in beiderlei Hisicht optimales Spargelwetter.
Das war 2012 nicht immer gegeben. Und so haben die privaten Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr mit 2,3 Kilogramm je Haushalt rund zwölf Prozent weniger frischen Spargel eingekauft als im Jahr davor. Damit lag die Einkaufsmenge auf dem niedrigsten Stand der vergangenen sieben Jahre. Mit durchschnittlich 5,61 Euro je Kilogramm mussten die Verbraucher aber auch mehr für Spargel ausgeben. 
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