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Kartoffelanbau

Alternaria: Nebenwirkung von Kontaktmitteln nutzen

Alternariabefall an einer Kartoffelpflanze
am Mittwoch, 22.07.2020 - 08:50 (Jetzt kommentieren)

Zur Kartoffel-Ernte hin sollten Sie intensiver auf Dürrflecken achten. Einige Krautfäulemittel wirken gut. Wir sagen, wie Sie sie einsetzen.

Alternaria an Kartoffeln wird auch Dürrfleckenkrankheit genannt. Sie tritt oft erst vor der Ernte auf. Die letzten vier Wochen vor der Kartoffelernte sollten Sie daher die Blätter der Kartoffel und die Knollen besonders im Blick behalten. 

Zu den ersten Anzeichen von Alternaria zählen: 

  • Dürrflecken am Blatt der Kartoffelpflanze 
  • Trockenfäule an den Kartoffelknollen in Form von von eingesunkenen Stellen

Die landwirtschaftliche Beratung am Regierungspräsidium Stuttgart empfiehlt, besonders die später abreifenden Sorten zu schützen und Behandlungen einzuplanen. Kommen gegen Krautfäule Kontaktmittel zum Einsatz, bieten sie auch eine gute Wirkung gegen Alternaria. Beim Kartoffelanbau ist der Spritzstart ganz entscheidend.

Welche Kombipräparaten wirken gegen Krautfäule und Alternaria?

Zu diesen Mitteln, die gegen Alternaria wirken, zählen Dithane Neotec, Polyram WG und Tridex DG Raincoat. Bei Beregnung der Kartoffelbestände sollten Sie Fungizide verwenden, die regenfester sind. Dazu gehören beispielsweise Narita oder Revus Top.

Die Gefahr von Resistenzen bei Krautfäule und Alternaria ist im Blick zu behalten: Difenoconazol, enthalten in Narita oder Revus Top, darf nur dreimal in der Kultur und immer im Wechsel mit einem der erwähnten Kontaktmittel zum Einsatz kommen. Mögliche Strategien sind daher zweimal 0,6 l/ha Revus Top und einmal 0,5 l/ha Revus Top, kombiniert mit einem Krautfäulepräparat.

Gegen Alternaria-Dürrflecken wirken auch lokalsystemisch wirkende Mittel mit einem hohen Anteil an Mancozeb, allerdings wirken diese nur in Nebenwirkung, nicht als Hauptindikation.

Abschlussbehandlung gegen Krautfäule

Bei trockenheißem Wetter, wie es derzeit in Teilen Südwestdeutschlands vorherrscht, ist das Risiko für Kraufäuleinfektionen in Kartoffeln gering. Als Knollenschutz sollten befallene Felder zum Abschluss mit sporentötenden Fungiziden behandelt werden.

Sie lässt sich mit der Krautabtötung zusammenlegen und bremst so die weitere Phytophthora-Ausbreitung und gleichzeitig die Knollenbildung.

Mit Material von RP Stuttgart

Alternative Krautminderungsverfahren bei Kartoffeln - die Ergebnisse

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