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Kartoffeln

BASF kündigt Feldversuche mit GV-Kartoffeln an

von , am
11.04.2012

BASF Plant Science hat für dieses Jahr in Europa Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln geplant. Gepflanzt wird auch in Deutschland

2010 war die von BASF entwickelte Kartoffel Amflora in der EU zugelassen worden. © BASF
BASF Plant Science will dieses Jahr in Europa Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durchführen. Die Versuche sollen in Deutschland, Schweden und den Niederlanden durchgeführt werden, wie Agra Europe schreibt.
 
Auf insgesamt weniger als 1 ha sollen die Stärkekartoffelsorte Modena und die gegen Kraut- und Knollenfäule resistente Sorte Fortuna angepflanzt werden. Nach Angaben von BASF finden die Versuche in Deutschland im Bundesland Sachsen-Anhalt, in den schwedischen Provinzen Skåne und Halland sowie in den niederländischen Provinzen Gelderland, Drenthe und Noord-Brabant statt.

Zulassungsanträge laufen

Ziel ist laut BASF die Überprüfung und Dokumentation der Leistungsfähigkeit der Sorten unter verschiedenen Umweltbedingungen. Außerdem soll Pflanzgut vermehrt werden. Für diese Kartoffeln laufen in der Europäischen Union Zulassungsanträge und Sortenschutzverfahren. Der Anbau dient der Vermehrung von Pflanzgut.

Mittelfristig kein kommerzieller Anbau in Europa

Für den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen sieht der Konzern in Europa mittelfristig zwar keine Chance. Um alle unternehmerischen Optionen offenzuhalten, verfolgt BASF die laufenden EU-Zulassungsanträge und Sortenschutzverfahren aber weiter. Auch die Vermehrung von Pflanzgut wird in Europa fortgesetzt, obwohl die BASF im Januar angekündigt hatte, die Entwicklung von Produkten zu stoppen, die allein auf die europäischen Märkte ausgerichtet sind.
 
 
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