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Auszeichnung

Biologischer Kartoffeldrahtwurmkiller gewinnt agra-Innovationspreis

Drahtwurm in Kartoffel
Drahtwurm in Kartoffel © agrarfoto
von am
08.05.2017

Drei Produkte wurden auf der Landwirtschaftsmesse agra in Leipzig als besonders innovativ ausgezeichnet. Landwirtschaftsminister Schmidt nannte sie den 'Biologischen Kartoffeldrahtwurmkiller', den 'Kettensägenberuhiger' und die 'wunderhaften Verwandlung von Abfällen der Lebensmittelindustrie'.

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt hat auf der agra in Leipzig die Gewinner des "agra - Preis für Innovation" für ihre innovativen Leistungen ausgezeichnet. Der Innovationspreis wird in den Kategorien Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährungswirtschaft vergeben.

  1. In der Kategorie Landwirtschaft geht der Innovationspreis an die Biocare Gesellschaft für biologische Schutzmittel mbH aus Einbeck für die Entwicklung eines biologischen Schädlingsbekämpfungsmittels für den Kartoffel-Anbau, das schon bei geringen Einsatzmengen hohe Wirkung zeigen soll.
  2. Den Innovationspreis in der Kategorie Forstwirtschaft erhält die FAE Systementwicklung aus Heidenau für die Entwicklung von umweltfreundlichen Stromversorgungsystemen für die Forstwirtschaft auf der Basis von Batterien bzw. Batterien in Kombination mit Brennstoffzellen. Diese Systeme ermöglichen z. B. den Einsatz geräuscharmer Forstgeräte, insbesondere in Schutzgebieten.
  3. Der Innovationspreis in der Kategorie Ernährungswirtschaft geht an das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), Dresden für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens, bei dem aus Reststoffen, wie sie zum Beispiel in Molkereien anfallen, sauberes Wasser, Dünger sowie Biogas gewonnen werden.

Lehrlinge binden Nährstoffe aus Abwasser

Für den von der Deutschen Kreditbank gestifteten, mit 1.000 Euro dotierten "Sonderpreis für den innovativen berufsständischen Nachwuchs" konnten sich junge Leute im Alter von bis 35 Jahren bewerben, die sich in einer land-, forst- oder ernährungswirtschaftlichen Berufsaus- oder -fortbildung befinden. Diesen Preis erhalten mit Christian Jonas, Alexander Nagel, Benedikt Pollner und Aron Weiss vier Lehrlinge des zweiten Lehrjahres aus dem Forstbezirk Leipzig des Staatsbetriebes Sachsenforst für die Entwicklung eines Verfahrens, bei dem auf natürliche Weise Nährstoffe aus geklärten Abwässern gebunden werden, was auch die Ausbreitung invasiver Arten vermindern hilft.

Die Jury des agra-Innovationspreises

Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury aus Wissenschaftlern, Mitarbeitern von Unternehmen der verschiedenen Bereiche, Vertretern des Berufsstandes und der Land- und Forstwirtschaftsverwaltung ausgewählt. Bewerben konnten sich darum Aussteller des "agra - Zentrums für Innovation". Der Preis selbst ist auch eine Innovation in Form einer sehr farbenfrohen Skulptur des bekannten Leipziger Künstlers Michael Fischer-Art. Jede Skulptur ist ein Unikat, keine gleicht der anderen. Michael Fischer-Art hat den Titel des Preises künstlerisch in diesen Skulpturen umgesetzt.

"Die Vielfalt der Ideen und Neuerungen kann sich wirklich sehen lassen! Sie werden ganz sicher in der Praxis hier in Sachsen Anwendung finden und ordnen sich hervorragend in die Zukunftsinitiative simul+ ein, die wir im vergangenen Jahr gestartet haben", sagte Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt.

Mit Material von sachsen.de

Messe-Rundgang: Die interessantesten Landmaschinen auf der agra 2017

Bruhns Secutor auf der agra
"Der Gerät" würden Agrotruck-Fans dieses Gefährt wohl nennen: Diesen MB Zetros baute Harald Bruhns um zum "Secutor". Ein paar Rahmendaten: 6-Zylinder-Turbodiesel von Mercedes-Benz mit 326 PS bei 2.200 U/min, 6-stufiges Allison-Automatikgetriebe, die Hydraulikpumpe mit 190 l/min bei 200 bar für Kipper oder Trailer. Bedient wird mit einem Joystick vom Fahrerhaus aus. © Jörg Möbius
Prinoth Leitwolf auf der agra
Wölfe sind zwar nicht des Landwirts Liebling, der Leitwolf von Prinoth hat aber durchaus seine Fans - ursprünglich in den alpinen Gebieten, zunehmend aber auch auf der Maismiete. © Jörg Möbius
Ketten des Prinoth Leitwolf
Mit 4,5 m Kettenbreite ist der Leitwolf gut 30 cm breiter als vergleichbare Fahrzeuge und hat entsprechend mehr Auflagefläche. Durch Vibration sollen die Ketten noch besser verdichten. © Jörg Möbius
Kässbohrer Pistenbully auf der agra
Der harte Konkurrent zum Leitwolf ist der Pistenbully von Kässbohrer. Der Pistenbully 300 Polar GreenTech leistet 430 PS, wiegt 11 t und ist mit 12-Wege-Räumschild ausgestattet. © Jörg Möbius
Güllekurzscheibenegge Innomade GSE auf der agra
Vor der Maisernte kommt aber die Gülleeinarbeitung: Dafür ist auf der agra eine neue Güllekurzscheibenegge Innomade GSE zu sehen. Damit besteht die Baureihe aus fünf Modellen mit Arbeitsbreiten zwischen 3,3 und 7,25 m. © Jörg Möbius
Zandt TandemDumper TD 240
Bullig wird es im Außenbereich mit einer Mulde von Zandt. Der TandemDumper TD 240 aus vielen Hardox-Stahl-Bauteilen wiegt 24 t und bringt für die Straße eine Nutzlast von 16 t mit. Gehäuft fasst die Mulde knapp 20 Kubikmeter. © Jörg Möbius
Annaburger Universalstreuer auf der agra
Annaburger stellt für seine Universalstreuer das UniScale-Konzept vor. Das heißt: In der Kugelkopfkupplung ist eine Wiegezelle und im Fahrwerk ein Wiegebolzen. Die entsprechenden Wiegeergebnisse werden im ISOBUS-Terminal angezeigt. Das soll sich vor allem bei der neuen Ausbringregelung auszahlen, denn es wird pro Hektar eine konstante Menge Mist oder Kalk ausgebracht. © Jörg Möbius
Kubota Rundballenpresse BF 2255 auf der agra
Kubota zeigt auf der agra die "Orange Implements". Dazu gehört die Rundballenpresse BF 2255 für Ballen mit 1,25 m Durchmesser. Verbaut sind eine 2,2 m breite Pickup, 14 Messer, sternförmig angeordnete Rotorzinken und 6 gerippte Presswalzen in der Ballenkammer. © Jörg Möbius
Maisplücker Oros Cornado auf der agra
Einer für alle? So jedenfalls bewirbt der ungarische Hersteller Oros seinen Maispflücker Cornado. Den Cornado gibt es starr oder hydraulisch klappbar und er soll an alle gängigen Mähdrescher passen. © Jörg Möbius
Steinsammler Stonebear 2.60 von Kongskilde
"Steinreich" wird man mit dem Stonebear 2.60 von Kongskilde. Der Steinsammler holt Steine mit einer Größe von 3,0 bis 50,0 cm aus bis zu 7 cm Bodentiefe heraus. Bei einer Arbeitsbreite von 6,20 Meter sind bis zu zwei Hektar pro Stunde möglich. © Jörg Möbius
Ballensammelwagen von Parkland
Für Großpackenpressen bietet die Firma Parkland den Ballensammelwagen 435 an. Über die Ablage der Ballen in Reihe oder 3er-Gruppen soll eine Person doppelt so schnell aufladen können als zwei Personen, verspricht der Hersteller. Optional lassen sich die Ballen über den Sammelwagen sogar wiegen. © Jörg Möbius
Kurzscheibenegge Swifterdisk XE
Die Kurzscheibenegge Swifterdisk XE von Bednar ist zwar kurz, aber breit: Auf 10 bzw. 12 Metern kann die Stoppelbearbeitung bei bis zu 15 km/h schnell durchgeführt werden. Je nach Bodenverhältnissen macht das Traktorleistungen von 300 bis 450 PS erforderlich. © Jörg Möbius
New Holland T8.410
Auf der agra 2017 zeigt New Holland einen T8.410 mit SmartTrax™-Raupenlaufwerk. Gegenüber konventionellen Traktoren soll die Raupenoption durch größere Aufstandsfläche und bessere Traktion die maximal mögliche Leistung von 408 PS besser auf den Boden bringen, so New Holland. © Jörg Möbius
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