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Kartoffeln

DBV erwartet knappe Kartoffelernte

© agrar-press
von , am
23.08.2013

Berlin - Die Kartoffelbauern in Deutschland werden in diesem Jahr weniger Knollen ernten als noch im letzten Jahr. Derzeit sei nicht sicher, ob die Gesamternte überhaupt zehn Millionen Tonnen erreichen werde.

Die anhaftende Erde an den Knollen bringt Verunreinigungen ins Lager. © Mühlhausen/landpixel
Die Kartoffelbauern in Deutschland bangen in diesem Jahr um die Ernte. Derzeit ist nicht sicher, ob die Gesamternte überhaupt zehn Millionen Tonnen erreichen wird, heißt es beim Deutschen Bauernverband (DBV). Die Anbaufläche liegt nach ersten Angaben in diesem Jahr bei etwa 238.000 Hektar. Im letzten Jahr konnten die Bauern, bei gleicher Fläche, noch 10,6 Millionen Tonnen roden. Die Spitzenernte lag im Jahr 2004 bei 13 Millionen Tonnen.

Bedingungen ungünstig

Das Auspflanzen fand in diesem Jahr verspätet statt, mit regionalen Unterschieden sogar bis zu vier Wochen später. Es folgten kühle und nasse Wochen im Frühjahr und eine heiße und trockene Phase im Frühsommer. Die Bedingungen für die Entwicklung der Pflanzen waren somit nicht sehr günstig.
Die aktuellen Erzeugerpreise befinden sich auf einem vergleichsweise relativ hohen Niveau, teilt der DBV mit. Aktuell bewegen sich die Preise bei 30 Euro je 100 KIlogramm. Im Vorjahr betrugen die Preise nicht mal 20 Euro. Nach Einschätzung des DBV dürfte das hohe Preisniveau weiter anhalten.

Kartoffelanbau nimmt ab

Der Kartoffelanbau in Deutschland, aber auch in der Europäischen Union, nimmt weiter ab. Während im vergangenen Jahr noch 1,815 Millionen Hektar mit Kartoffeln bestellt wurden, werden es in diesem Jahr voraussichtlich nur noch 1,775 Millionen Hektar sein. Das Land mit der größten Anbaufläche ist nach wie vor Polen mit mehr als 350.000 Hektar, gefolgt von Deutschland und Rumänien.
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