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Kartoffeln

Deutscher Kartoffelmarkt derzeit ruhig

von , am
15.12.2011

Wien - Der deutsche Speisekartoffelmarkt ist von einer ruhigen Nachfrage geprägt. Die Notierungen tendieren meist stabil, für gute Partien werden vermehrt Aufpreise bezahlt.

© Rainer Sturm
Qualitätseinbußen werden zunehmend zum Problem. Neben Fäulnis kommen Silberschorf und Drahtwurm vermehrt vor. Dementsprechend hoch fallen bereits die Absortierungen aus. Aus diesem Grund besteht die Hoffnung, dass gute Partien im nächsten Jahr teurer werden.
 
Der Kartoffelabsatz in Österreich läuft zwar stetig, eine Belebung durch die bevorstehenden Feiertage hat sich aber noch nicht eingestellt. Für die kommende Woche rechnet man aber durch vorweihnachtliche Aktionen mit deutlichen Umsatzsteigerungen. Sorgen bereitet weiterhin die Exportsituation, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit. Die Exportmengen liegen weiterhin deutlich hinter den letzten Jahren zurück und das Interesse von potenziellen Importländern hält sich immer noch zurück. Zudem ist die Preiskonkurrenz aus Westeuropa hart und Ausfuhren daher nur auf sehr niedrigem Preisniveau möglich. An der Erzeugerpreissituation hat sich keine Änderung ergeben. Für mittelgroße Ware sind in Ostösterreich neun bis zehn Euro je 100 Kilogramm zu erzielen. Für lagerfähige Premiumqualität mit AMA-Gütesiegel beziehungsweise GlobalGAP werden bis zu zwölf Euro je 100 Kilogramm bezahlt. In Oberösterreich sind bis zu 14 Euro möglich. Für Übergrößen sind weiterhin höchstens bis zu vier Euro je 100 Kilogramm zu erzielen.
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