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Kartoffeln

Frühkartoffelernte: Von Hui bis Pfui

© agrar-press
von , am
08.07.2014

Die Frühkartoffelernte fällt dieses Jahr sehr heterogen aus: Während in einigen Regionen überdurchschnittlich gute Ergebnisse vorherrschen, klagen andere über herbe Verluste.

Die Kartoffel notiert nach kurzer Reaktion wieder schwach. © Mühlhausen/landpixel
Die Ernte von Frühkartoffeln ist fast abgeschlossen. Allerdings geht der Deutsche Bauernverband (DBV) davon aus, dass die Erträge sehr unterschiedlich ausfallen. Je nach Region rechnet man mit überdurchschnittlichen Ergebnissen oder dem anderen Extrem, herben Verlusten.
 
Denn in einzelnen Regionen hat nach Informationen von Martin Umhau, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Kartoffeln, anhaltende Trockenheit geherrscht. Die Qualität der bisherigen Kartoffelernte ist Umhaus Angaben zufolge "hervorragend".

Anbau auf circa 242.000 Hektar

Vergangenes Jahr wurden in Deutschland insgesamt 9,6 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffelanbaufläche wird sich 2014 nach vorläufigen Schätzungen auf ähnlichem Niveau bewegen wie im Vorjahr. 2013 lag sie bei 242.800 Hektar.
 
Die Hauptanbaugebiete sind Niedersachsen (101.500 Hektar), Bayern (43.700 Hektar) und Nordrhein-Westfalen (31.200 Hektar) - bei Frühkartoffeln vor allem Rheinland-Pfalz (7.600 Hektar).

80 Cent je Kilogramm Frühkartoffeln

Die Verwertung der Kartoffel als Speise-, Veredlungs- und Stärkekartoffel hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Bauernverband geht von einer weiteren Verschiebung zu Lasten der Stärkekartoffel aus. 
 
Der Verbraucher muss an der Ladentheke derzeit für die Knolle nicht tief in die Tasche greifen: Ein Kilogramm Frühkartoffeln kostet derzeit mit 80 Cent im Vergleich zum Vorjahr mehr als 40 Prozent weniger. "Dies sollte den Absatz beleben", hofft Umhau. 

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