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Kartoffeln

Frühkartoffeln werden wieder günstiger

© agrar-press
von , am
15.07.2013

Bonn - Verbraucher in Deutschland zahlen derzeit Spitzenpreise für Speisefrühkartoffeln. In der ersten Juliwoche kosteten sie im Fall vorwiegend festkochender Sorten 1,45 Euro je Kilogramm.

Die anhaftende Erde an den Knollen bringt Verunreinigungen ins Lager. © Mühlhausen/landpixel
Im Vorjahr lag der Preis zeitgleich bei nur 0,84 Euro je Kilogramm. Damit waren Speisefrühkartoffeln 72 Prozent teurer als vor Jahresfrist. In der zweiten Juliwoche haben die Verkaufsmengen deutscher Frühkartoffeln kräftig zugelegt. Dafür ist das sehr teure Angebot an Importkartoffeln zumindest aus den Regalen der Discounter verschwunden. Nächste Woche werden auch Vollsortimenter wenigstens teilweise umstellen.
 
 
 Gleichzeitig sinken die Preise auf der Stufe der Erzeugung. In der kommenden Woche wird eine deutliche Korrektur nach unten erfolgen, was allerdings wegen des hohen Preisniveaus von Manchem auch so erwartet wurde. Regelrechten Angebotsdruck gibt es momentan aber nicht. Noch ist nämlich der Südwesten fast alleine am Markt und andere Regionen kommen mit kleineren Mengen festschaliger Frühkartoffeln erst in 10 Tagen.

Unterdurchschnittliche Erträge

Die Ertragserwartung ist bei früher Ware nicht allzu hoch. So werden Kartoffeln in nächster Zeit zwar für die Verbraucher günstiger, sie dürften aber noch lange teurer bleiben als in anderen Jahren. Wie umfangreich Lagerkartoffeln heranwachsen und welche Preise Verbraucher dann im Herbst zahlen, ist noch schwer zu sagen. Im Süden und Osten Deutschlands sehen die Kulturen nach der Mai/Juni-Nässe nicht gut aus. Unterdurchschnittliche Erträge zeichnen sich schon ab. Im Westen und in Niedersachsen sieht es besser aus. Das üppige Blattwerk könnte aber auch blenden, so Beobachter vor Ort.
 
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