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Kartoffeln

Kartoffeln knapp und teuer

© agrar-press
von , am
17.06.2013

Kartoffeln aus dem Inland werden in den nächsten Wochen Mangelware sein, Frühkartoffeln aus dem Ausland sind knapp und hochpreisig.

© Rainer Sturm
Frühkartoffeln aus dem Ausland sind momentan knapp und teuer. Der Grund dafür ist die rege Nachfrage aus ganz Europa und kleinere Ernten in den traditionellen Lieferländern. 
 
Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) und der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) rechnen damit, dass wegen des späten Frühjahrs und der großen Nässe in vielen Regionen das Kartoffelangebot auch in den nächsten Wochen klein bleibt. Schalenfeste deutsche Speisefrühkartoffeln in größeren Mengen dürften voraussichtlich Ende Juni für den Lebensmittelhandel bereitgestellt werden, was deutlich später wäre als sonst.

Qualität trotz schwieriger Bedingungen nicht vernachlässigen

Beide Verbände betonen, wie wichtig es ist, den Verbrauchern qualitativ hochwertige Kartoffeln anzubieten. Um Konsumenten die Lust auf Kartoffeln nicht zu verderben, sei es gerade unter den diesjährigen, schwierigen Bedingungen unverzichtbar, auf eine hohe Qualität zu achten.
 
Vor einigen Jahren hat der DKHV zusammen mit Frühkartoffelproduzenten eine Qualitätsoffensive initiiert, die mittlerweile Früchte trägt. Damit die Nachfrage nach Kartoffeln weiter so intensiv bleibt, dürfe es keine Abstriche an der Qualität der Frühkartoffeln für den Lebensmitteleinzelhandel geben.

Lebensmitteleinzelhandel muss sich in Geduld üben

Gesundes Pflanzgut moderner Sorten, Aufwendungen für einen möglichst frühen Erntetermin, das Einhalten der Vorgaben der Qualitätssicherungssysteme und der Verzicht auf Ertrag zugunsten der Qualität gehörten zu den selbstverständlichen Leistungen der Landwirte für die Produktion einer guten Speisefrühkartoffel. "Damit sich diese in den Geschäften für die Verbraucher wiederfinden, muss sich der Lebensmitteleinzelhandel dieses Jahr in Geduld üben und damit Verantwortung übernehmen", fordert der Vorsitzende der Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln Alois Keutmann.
 

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