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Kartoffeln

Konkurrenz unter Frühkartoffel-Anbauregionen wächst

© Mühlhausen/landpixel
von , am
17.06.2014

Die verschiedenen Frühkartoffel-Anbauregionen werden bald in stärkere Konkurrenz zueinander treten als üblich, weil die Knollen dieses Jahr fast überall zeitgleich reif werden.

Abladen Kartoffeln am Feldrand
Die Hektarerträge für Kartoffeln sollen 2017 um die 454 dt betragen. Das wären gut 2 Prozent mehr als 2016. © Mühlhausen/landpixel
Die klimatischen Bedingungen in den verschiedenen Frühkartoffel-Anbauregionen sind unterschiedlich und führen dazu, dass nicht alle Kartoffeln gleichzeitig auf den Markt gelangen. Allerdings ist die zeitliche Staffelung aus Sicht der Erzeuger in diesem Jahr nicht ganz so optimal wie in anderen Jahren, so dass die Regionen bald in stärkere Konkurrenz zu einander treten werden. Die Verbraucherwünsche nach Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung können jedoch gut erfüllt werden.

Unterschiede in Qualität und Ertrag

Die momentan im Südwesten heranreifenden Frühkartoffeln haben einen eher geringen Knollenansatz. Sie sind deshalb nicht besonders ertragsstark. Anders sieht es im Rheinland und in Niedersachsen aus, wo hohe Erträge erwartet werden. Meistens steht auch die Haupternte recht gut da und sie könnte ebenfalls früh am Markt sein.
 
Die Erzeuger in Deutschland haben einiges getan, um für einen frühen und umfassenden Markteinstieg zu sorgen. Dazu gehören Sortenwahl, Vorkeimung, Vlieseinsatz und Reifeförderung. Sie hoffen, dass die Qualitätsoffensive mit festschaligen Kartoffeln Früchte trägt. Schließlich ist die Sortimentspolitik der Ketten längst zu der entscheidenden Einflussgröße für die Marktentwicklung geworden.
 
In 2014 begann die Vegetation Ende Februar überall in Deutschland sehr zeitig. Das Wetter war wärmer als sonst. Kartoffelpflanzgut kam überall gleichzeitig in die Erde und die Bestände liefen rasch auf.

Sortenwechsel auf Frühkartoffel früher als üblich

Der Sortenwechsel bei Frühkartoffeln ist dieses Jahr früher dran als üblich. Bereits seit Pfingsten verkauft der Lebensmitteleinzelhandel Knollen aus der Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg.
 
Während im Südwesten beinahe alle Ketten umfangreich und in allen Kochtypen umgestellt haben, ist es überregional nur ein Discounter. Allerdings gibt es auch einen Vollsortimenter, der neue Kartoffeln aus Deutschland verbreitet anbietet. Andere Ketten ziehen bald nach. Dabei ist der Übergang auf die deutsche Ernte äußerst spannend. Denn je nachdem wie rasch die Importware aus dem Mittelmeerraum, vor allem aber die Frühkartoffeln aus Spanien ausverkauft sind, zieht die Nachfrage nach einheimischen Angeboten an.
 
 
 
 
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