Login
Kartoffeln

Russland: Importstopp für EU Kartoffeln

von , am
03.07.2013

Moskau - Russland hat es bereits im Mai angekündigt. Ab 1. Juli gilt das Importverbot für Kartoffeln aus der Europäischen Union. Die EU-Kommission bemüht sich um eine Einigung.

Die anhaftende Erde an den Knollen bringt Verunreinigungen ins Lager. © Mühlhausen/landpixel
Bereits Ende Mai hatte der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) das Importverbot für Kartoffeln und Pflanzgut aus der Europäischen Union um einen weiteren Monat, auf den 1. Juli 2013, verschoben. Jetzt ist das Verbot in Kraft getreten.



 

Phytosanitäre Maßnahmen reichen nicht aus

Die russische Lebensmittelaufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor diskutierte telefonisch mit dem stellvertretenden Leiter der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der EU-Kommission (DG SANCO), Ladislav Miko, die Umsetzung Lieferverbotes für Kartoffeln (einschließlich Saatgut) aus der EU nach Russland. Als Begründung für die Einfuhrsperre nennt die russische Behörde nach wie vor mangelnde phytosanitäre Maßnahmen. Um das Verbot so schnell wie möglich zu beenden soll ein gemeinsames Dokument mit entsprechenden Rechtsvorschriften und Sicherheits-Maßnahmen für die zu liefernden Waren von den EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission vorbereitet werden. Dieses Dokument soll dann von der Behörde geprüft und bewertet werden. Die russische Behörde empfindet die ab 1. August geplanten Maßnahmen zur Vermeidung von Verstößen gegen internationale und russische Pflanzenschutzbestimmungen nach wie vor als unzureichend.

Auch interessant