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Kartoffeln

Vegetationsreport: Schädlinge und Krankheiten in Kartoffelbeständen

von , am
24.07.2013

Der Weizen reift ab, die Körner werden hart. Blattläuse suchen sich nun ein neues "Quartier". Dafür eignen sich besonders der Mais oder die grünen Kartoffelbestände.


Bei heißer und sonniger Witterung ist der Schaden von Blattläusen und Kartoffelkäfern relativ hoch einzuschätzen. Je mehr Kartoffelbestände abreifen, desto eher steigt das Schadrisiko durch Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) in den noch grünen Beständen. Die Bekämpfungsschwelle liegt bei 15 Larven pro Pflanze. In späten Beständen ist auch unter dem Gesichtspunkt nichtpersistenter Viren eine Insektizidmaßnahme ratsam, da die Fraßschäden ein großes Ausmaß annehmen können.
 
Kontaktinsektizide haben eine gute Wirkung gegen Kartoffelkäfer und Läuse, jedoch ist die Dauerwirkung bei hohen Temperaturen eingeschränkt. Beispielsweise wären systemische Mittel mit einer geringeren Anfangswirkung eine Alternative.

Phytophtora und Alternaria

Ein hoher Befall von Kraut- und Knollenfäule (Erreger: Phytophtora infestans) und Alternaria (Alternaria solani/alternata) muss konsequent behandelt werden. Das Risiko von Kraut- und Knollenfäule ist bei trocken-heißer Witterung minimiert, nicht so bei Alternaria. Ein reifender Bestand kann durch Alternaria in kurzer Zeit absterben.
 
Je nachdem wie die Witterung oder die Befallsstärke ist und ob die Kartoffeln bewässert werden, sollte die Bekämpfungsstrategie ausgerichtet werden. Bestände mit viel Trockenstress nehmen weniger Wirkstoff auf, für diese reichen in der Regel Kontaktpräparate aus. Bei einem hohen Befall von Krautfäule und gleichzeitig feuchter Witterung ist eine kurativ und präventive Wirkung der Mittel sowie Regenfestigkeit entscheidend.  
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