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"Kirschernte in Niedersachsen geplatzt"

von , am
30.07.2012

Es war kein gutes Jahr für die Süßkirsche in Niedersachsen: erst Frost bei der Blüte und dann Dauerregen bei der Reife.

Die Kirschenanbauer in Niedersachsen verzeichnen ein schlechtes Erntejahr. © Mühlhausen/landpixel
"Im wahrsten Sinne des Wortes geplatzt ist die diesjährige Saison für Süßkirschen", berichtet der Landvolk-Pressedienst. Die Kirschenanbauer in Niedersachsen seien nicht zufrieden. Bereits in der Blütephase hatten Kälte- und sogar Frosteinbrüche den Fruchtansatz an den Kirschbäumen um bis zu 20 Prozent reduziert. Die niedrigen Temperaturen und die feuchte Witterung verursachten zudem einen geringeren Insektenflug. In den vergangenen Wochen kamen dann starke Regenfälle hinzu.
 
Bereits Anfang Juli schätzte das Statistische Bundesamt für das laufende Jahr deutschlandweit einen Ernterückgang von über 33.000 Tonnen im Vorjahr auf rund 26.000 Tonnen voraus. Damit würden fast 20 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre geerntet werden. Ob diese ohnehin schlechten Prognosen nach den regenreichen Wochen noch zutreffen, ist jedoch fraglich.

Überdachter Anbau bringt gute Erträge

"Wir hatten allein am 19. Juli im Alten Land starke Regenfälle, die Kirschen an den Bäumen waren 40 Stunden lang großer Feuchtigkeit ausgesetzt", beschreibt Jörg Hilbers, stellvertretender Leiter des Obstbauversuchsringes, die Situation. In Niedersachsen und Hamburg stehen auf rund 560 Hektar Kirschbäume, bundesweit werden auf knapp 5.200 Hektar Kirschen angebaut.
 
Etwas optimistischer stimmen lediglich die Erträge aus dem überdachten Anbau. Die Obstbauern müssen für die Überdachung zwar mit Kosten von gut 60.000 Euro je Hektar einen hohen Betrag aufwenden, dafür sei die Qualität der Kirschen auch bei Regen unter dem Foliendach "exzellent", versichert Hilbers.
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