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Forst

Kleine Laus sorgt für großen Verdruss

von , am
17.02.2010

Oldenburg - Die Fichtenröhrenlaus, auch Sitkafichtenlaus genannt, sorgt immer wieder für Verdruss. Baumschäden werden erst lange nach dem Befall sichtbar.

© agrarfoto.com

Das zur Familie der Blattläuse gehörende Insekt kann sich bei günstigen Witterungsbedingungen zum Ende des Winters stark vermehren und Sitkafichten, Blaufichten und Omorikafichten massiv schädigen. Das Fatale: Die Symptome, die durch das Saugen der Läuse an den Nadeln entstehen, werden erst sichtbar, wenn der Schädling schon lange nicht mehr da ist.

Die Landwirtschaftskammer rät deshalb zu frühzeitigen Befallskontrollen und - bei Bedarf - zu Gegenmaßnahmen. Mit Hilfe der "Klopfprobe" kann festgestellt werden, ob gefährdete Bäume bereits befallen sind. Mit der Kontrolle sollte frühzeitig, bereits gegen Ende Februar, begonnen werden. Sie ist dann in Abständen von acht bis zehn Tagen bis zum Austriebsbeginn zu wiederholen.

Klopfprobe: Läuse vom Zweig schütteln

Bei der Klopfprobe werden die Zweige geschüttelt und die herabfallenden Läuse auf einer weißen Unterlage, zum Beispiel einem Karton, gesammelt. Bei der Identifizierung kann eine Lupe nützlich sein. Werden je Klopfprobe mehr als vier bis sechs der grünen, etwa 1,5 bis 2,0 mm groß Tiere entdeckt, sollte der Schädling bekämpft werden. Bei Temperaturen von über + 5 °C können Präparate mit Rapsöl als Wirkstoff (Micula, Schädlingsfrei Naturen) gespritzt werden. Es ist auf Abdrift und Anwenderschutz zu achten.

Befallssymptome: Ab Mai

Von der Laus heimgesuchte Fichten zeigen erst ab Mai Befallssymptome. Ältere Nadeln werden zunächst gelb, später braun und sterben ab. Sie fallen Ende Mai/Anfang Juni zu Boden. Die Symptome beginnen im inneren Teil der Krone und breiten sich von dort nach oben aus. Bei starkem Befall bleiben häufig nur die im Mai gebildeten neuen Nadeln am Baum. (pd)

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