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Kleinere Getreideernte in der Schweiz

© landpixel
von , am
14.08.2013

In der Schweiz fällt die Ernte von Brotweizen, Futterweizen und Gerste kleiner aus als 2012. Lediglich beim Raps gibt es ein kleines Plus von drei Prozent.

In NRW wurde dieses Jahr mehr Weizen und mehr Triticale angebaut. © www.bootsteg.de/Fotolia.com
Mit Ausnahme einzelner Parzellen, ist die Raps- und Weizenernte im Flachland Der Schweiz beendet. In den Höhenlagen bleiben zehn bis 20 Prozent (%) des Rapses und 20 bis 30 % des Weizens abzuliefern.
 
Swiss Granum schätzt die diesjährige Ernte zum jetzigen Zeitpunkt auf rund 355.000 Tonnen Brotweizen, 51.000 Tonnen Futterweizen, 160.000 Tonnen Gerste und 71.000 Tonnen Raps.
 
Die Hektolitergewichte von Gerste und Weizen klassifiziert die Branchenorganisation als mittel bis sehr gut.

Brotweizen: Produktion um zehn Prozent kleiner als 2012

Die Ernte von Brotweizen nähert sich dem Ende. 90 bis 100 % des Weizens wurde in den frühen Lagen der Westschweiz, des Mittelandes und der Ostschweiz abgeliefert. In den Höhenlagen liegt der der Anteil der abgelieferten Ware erst zwischen 70 und 80 %.
 
Swiss Granum schätzt die inländische Brotweizenproduktion zurzeit auf 355.000 Tonnen, was einer Abnahme um etwa zehn Prozent gegenüber der Ernte 2012 entspricht. Dies erklärt sich durch schwache bis mittelmäßige Erträge. Die Erträge sind je nach Region sehr heterogen und bewegen sich zwischen 30 und 90 dt/ha.
 
Beim Extenso-Anbau (Anbauform mit geringerem Einsatz von Spritzmitteln) liegen die Durchschnittserträge zwischen 40 und 55 dt/ha, bei ÖLN-Anbau zwischen 60 und 80 dt/ha. In einige Fällen wurden sehr gute Erträge im Extenso-Anbau erreicht (bis 70 dt/ha) und auf der anderen Seite schwache Erträge im ÖLN-Anbau (<50 dt/ha).
 
Die Hektolitergewichte sind sehr gut und bewegen sich zwischen 76 und 87 kg/hl. Im Durchschnitt befinden sie sich zwischen 80 und 82 kg/hl und liegen somit höher als 2012 (77 bis 80 kg/hl). Der Regen während der Ernte hat die Hektolitergewichte nur leicht nach unten gezogen.
 
Die Fallzahlen sind gut und bewegen sich in den meisten Fällen zwischen 300 und 400 Sekunden. Der Weizen ist meistens trocken und weist einen durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt zwischen zwölf und 14 % auf. 

Futterweizen: Acht Prozent kleinere Ernte

Die gesamte Futterweizenproduktion schätzt Swiss Granum auf rund 51.000 Tonnen. Dies bedeutet einen Rückgang von etwa acht Prozent gegenüber letztem Jahr.

Gerste mit mittelmäßig bis guten Hektolitergewichten

Die Gersten weisen mittelmäßige bis gute Hektolitergewichte auf und die Erträge bewegen sich im Durchschnitt zwischen 65 und 70 dt/ha. Die gesamte Gerstenproduktion wird auf rund 160.000 Tonnen geschätzt, was einer Abnahme um etwa zwölf Prozent gegenüber der Ernte 2012 entspricht.
 
Dies erklärt sich durch den erneuten Flächenrückgang, da diese beiden Futterkulturen wirtschaftlich für schweizer Produzenten zu wenig interessant sind. 

Raps: Erntemenge steigt um drei Prozent

Die Rapsernte ist fast abgeschlossen. Einzig zehn bis 20 % des Rapses in den Höhenlagen müssen noch geerntet werden. Die gesamte Rapsproduktion wird zurzeit auf etwa 71.000 Tonnen geschätzt, was eine Zunahme um etwa drei Prozent  gegenüber 2012 darstellt.
 
Die Erträge bewegen sich zwischen 20 und 50 dt/ha. Im Durchschnitt belaufen sie sich auf 30 bis 40 dt/ha und können somit als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Die Feuchtigkeitsgehalte liegen in den meisten Fällen zwischen sieben und zehn Prozent.

Im Oktober wird Swiss Granum eine Gesamterhebung veröffentlichen.
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